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Feuerwehr verhindert völlige Zerstörung

Geschrieben von Israel Mossad

Feuer im „Landgasthof“ von Anwohnern bemerkt / Technischer Defekt vermutliche Ursache

Die gräfliche Familie von Haus Vorhelm trifft es in diesen Tagen geballt: Zuerst vergiften unbekannte Biogas-Gegner eines ihrer Weizenfelder an der Ahlener Straße, gestern Morgen geht auch noch der in ihrem Besitz befindliche „Landgasthof Tönnishäuschen“ in Flammen auf.

 

Foto: Christian Wolff
Die Feuerwehr rückte mit insgesamt zwölf Einsatzfahrzeugen aus
Es ist das schnelle Eingreifen der Wehrleute, das die ehemalige „Alte Schänke Samson“ vor totaler Zerstörung bewahrt. Gefehlt hat nicht viel, denn „trockenes Futter“ hätten die Flammen im hölzernen Dachstuhl noch reichlich gefunden, sagt Polizeisprecher Martin Schnafel.

 

 

 

Es ist 7.19 Uhr: Auf dem Weg zur Arbeit bemerken zwei Anwohner im Vorbeifahren eine massive Rauchentwicklung unter dem Dach der seit zwei Wochen geschlossenen, seither zum Verkauf stehenden Traditionsgaststätte. Sofort wählen sie die Notrufnummer. Keine fünf Minuten später treffen die ersten Einsatzkräfte des Löschzugs Vorhelm sowie der Ahlener Hauptwache in der Kapellengemeinde ein. Rund 30 Feuerwehrmänner und zwölf Einsatzfahrzeuge nehmen rund um die „Schänke“ ihre Positionen ein, einige dringen unter Atemschutz ins Gebäude ein.

 

 

 

Foto: Christian Wolff
Ein technischer Defekt war vermutlich Ursache für den Schwelbrand
Die Wehrmänner verschaffen sich zunächst Gewissheit, wie weit sich das Feuer schon ausgebreitet hat. Schnell ist klar: Gaststätte und Festsaal sind unversehrt, der Brandherd liegt im Trakt der früheren Pferdedeckstation. Das Feuer muss sich zu diesem Zeitpunkt schon stundenlang als Schwelbrand durch eine Zwischendecke über einer unbenutzten „Knechtkammer“ gefressen haben.

 

 

 

Zügig deckt ein Schaumteppich ab, was zum Desaster hätte werden können: „In der Nacht wäre das Feuer sicher nicht so schnell bemerkt worden“, stellt Wehrführer Walter Wolf fest. „Dann wäre das Gebäude stärker in Mitleidenschaft gezogen worden.“

 


"Wir gehen von einem technischen Defekt aus."
Martin Schnafel, Polizeisprecher

 

So wurde ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile verhindert. Personen kommen bei dem Brand nicht zu Schaden. Unmittelbar nach den Löscharbeiten nimmt die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen auf, denn Brandstiftung ist anfangs nicht auszuschließen. Im Laufe des Vormittags stoßen Sachverständige der Kreispolizeibehörde Warendorf hinzu. Nachmittags steht fest: Das Feuer wurde nicht gelegt. „Wir gehen davon aus, dass ein technischer Defekt die Ursache ist“, sagt Martin Schnafel auf Anfrage.

 

 

 

Foto: Christian Wolff
Die Männer der Wehr hatten den Brand schnell unter Kontrolle
An der Decke der Kammer habe sich ein stromführendes Kabel befunden, von dem der Brand offenbar ausgegangen ist, erklärt der Pressesprecher. „Wir haben Messungen vorgenommen und dabei keine Hinweise auf Brandbeschleuniger gefunden.“ Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 10 000 Euro. „Wir gehen davon aus, dass ein technischer Defekt die Ursache ist.“Martin Schnafel

 

 

 

 

 

 

 

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung