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Ein "gewaltiges Stück Kulturgeschichte"

Geschrieben von Israel Mossad
Alte Schule: Werner Bertram hört nach 30 Jahren auf
 
„Es hat so gut funktioniert, weil die Alte Schule Tönnishäuschen  einen Werner Bertram hatte, der dieses Format über 30 Jahre lang zusammengehalten hat“, lobte in der vergangenen Woche Bürgermeister Benedikt Ruhmöller den bis dato ersten Vorsitzenden des Fördervereins Alte Schule.

Foto: Sebastian Schnurpfeil
Bürgermeister Benedikt Ruhmöller (l.) bedankte sich bei Werner Bertram
Dieser schied im Laufe der einstündigen Mitgliederversammlung aus seinem Amt aus und die Anwesenden wählten Thomas „Mötte“ Gerullis zu seinem Nachfolger.


Zunächst aber war es Werner Bertram, der von Renovierungen im Haus und der Inbetriebnahme abschließbarer Flurtüren auf allen Etagen berichten konnte. „Dadurch haben wir im Haus eine große Ordnung  erreicht“, freute Bertram sich rückblickend. Geschäftsführer Thomas Fliegener verzeichnete eine positive Kassenlage, die ihm Kassenprüfer Martin Steltig nur bestätigen konnte. Die anschließende Entlastung des Vorstands und des Kassierers war Formsache.  

„Mit Hilfe der Stadt konnten wir  15 neue Kühlschränke anschaffen, mit denen wir die Stromkosten um 50 Prozent gesenkt haben“, bedankte sich Werner Bertram beim Bürgermeister für die geleisteten Zuschüsse, ehe er von seinem Vorsitz zurücktat. Nach der Amtsübergabe an „Mötte“ Gerullis und der positiv verlaufenden Vertrauensfrage für Martin Steltig, Thomas Fliegener und den zweiten Vorsitzenden des Fördervereins, Georg Scheffer, ergriff Bürgermeister Benedikt Ruhmöller das Wort. Dieser hatte sich gut informiert und verlas der Versammlung einen Brief vom 5. April 1977, an den damaligen Bürgermeister Herbert Faust, in dem Werner Bertram die Stadt darum bat, ihm die Alte Schule für „die Jugendarbeit in diesem Dorf zu überlassen“.  

Und genau in diesem Dorf, nämlich Tönnishäuschen, habe Werner Bertram ein „gewaltiges Stück Kulturgeschichte geschrieben“, betonte Ruhmöller. „Eine Einrichtung von einzigartiger Struktur“,  führte er aus, „die Werner Bertram immer wieder nach vorne gebracht hat.“  

Der sichtlich gerührte Werner Bertram bedankte sich besonders bei seiner Frau, die ihn „stets sehr gut unterstützt“ habe. „Einer alleine kann das nicht schaffen. Daher bedanke ich mich auch bei allen Mitstreitern“, unterstrich er abschließend.  

„Mötte“ Gerullis ist nach dem Aus für den Landgasthof, vor allem um einen Treffpunkt im Antoniusdorf bemüht.  Gruppen sollen zueinander finden und „verschiedene Ideen umgesetzt werden.“ Und wer „Mötte“ Gerullis kennt, der weiß, dass sich diese Worte nur positiv auf die Dorfkultur auswirken können. . .  
 

 Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung