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Wärme fürs Haus aus 85 m Tiefe

Geschrieben von Israel Mossad
In 85 Metern Tiefe ist es circa zehn Grad warm – auch wenn es an der Oberfläche eisig ist und der Boden gefriert. Auf Erdwärme setzt Hubertus Beier aus Tönnishäuschen deshalb beim Neubau
eines Einfamilienhauses am Eichengrund 29.

Foto:Marion Blum
Hubertus Beier baut ein Niedrig-Energiehaus mit Erdwärme
Für die vierköpfige Familie sollte das neue Eigenheim zwei Voraussetzungen erfüllen: „Niedrige Energiekosten hatten für uns oberste Priorität, außerdem wollten wir unbedingt in Tönnishäuschen bleiben“, so Hubertus Beier, Vorsitzender
des Ortsausschusses Vorhelm.


Auf dem Grundstück im Eichengrund ist in den vergangenen Monaten zwar kein Niedrigenergiehaus entstanden, der Neubau ist aber so konzipiert, dass wenig Energie verbraucht wird. Auf der Südseite befinden sich große
Fensterflächen, durch die viel Sonne hereinfällt und zur Erwärmung der Räume beiträgt.

Wesentliches Element ist jedoch die Energiegewinnung durch Erdwärme. Eine Sonde wird in 85 Metern Tiefe vertikal in das Erdreich gebohrt. Im Vergleich zu horizontal verlegten Kollektoren ist dafür keine große Fläche erforderlich. „Statt 500 benötigen wir lediglich eine Fläche von zwei Quadratmetern“, so Andreas Stapel von der gleichnamigen Heizungsbaufirma.


Durch die Flüssigkeit, die sich in der Sonde in 85 Metern Tiefe befindet, wird die Wärme aus dem Erdreich aufgenommen und mit Hilfe der Wärmepumpe in Heizenergie umgewandelt. Die abgekühlte Flüssigkeit wird wieder zurückgeleitet, und der Kreislauf beginnt von vorne. 38,5 Grad ist das Wasser warm, das durch die Heizrohre fließt. „Ideal ist die Kombination mit einer Fußbodenheizung“, so Stapel.

Über die verfügt das Beiersche Haus, das im Februar bezugsfertig sein soll, ebenso wie über eine Wandheizung in einem Teil des Obergeschosses. Was sich simpel anhört, ist mit hohem technischen Aufwand verbunden. Mit der Firma Stapel aus Tönnishäuschen hat Hubertus Beier jedoch einen Partner gefunden, der über das nötige technische Know-How verfügt. Staatlich gefördert werden Erdwärme-Projekte allerdings (noch) nicht. „Nur zehn von 100 Interessierten entscheiden sich letztendlich für die Gewinnung von Energie durch Erdwärme“, so Andreas Stapel. Ein vergleichbares Projekt in Vorhelm ist weder ihm noch Hubertus Beier bekannt. Aber steigende Energiekosten machen bekanntlich erfinderisch.

 

 

 

 

 Marion Blum schreibt für Ahlen Vorhelm Web Portal und das Ahlener Tageblatt