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Kleinkindfalle Abenteuerspielplatz

Ortsausschuss Vorhelm moniert nächtliche Trinkgelage und ihre gefährlichen Rückstände

Mit Sandalen oder Barfuß durch den Sand laufen? Daran sei gar nicht mehr zu denken, sagt Peter Lehmann am Montagabend im Ortsausschuss Vorhelm - und berichtet über "unhaltbare Zustände auf dem Abenteuerspielplatz" hinter der St.-Pankratius-Kirche.

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Müll auf dem Spielplatz - kein schöner Anblick
Die Freizeitanlage gerate immer mehr zu einer gefährlichen Falle für Kleinkinder, seit nächtliche Trinkgelage von Jugendlichen dort Überhand nehmen. "Es liegen Scherben im Sand, die Papierkörbe quellen über", hat der Christdemokrat festgestellt, der selbst Vater zweier Kinder ist. "Ich frage mich, wie oft die Anlage eigentlich gereinigt wird." Überhaupt mache sie bisweilen einen vernachlässigten Eindruck, bestätigen seine Banknachbarn. Jörg Pieconkowski, Gruppenleiter Grünflächen bei den Ahlener Umweltbetrieben, zeigt sich überrascht. Diese Zustände seien ihm nicht bekannt. "Ich kann nur raten, die Missstände zu notieren und umgehend zu melden", sagt er. Peter Lehmann schüttelt den Kopf: "Ich habe mich schon mehrfach bei der Stadt gemeldet - passiert ist nichts.  Und ich kann doch nicht immer mit einem Block über den Platz rennen und Missstände notieren."


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Sogar ein Einkaufswagen liegt im Teich der Freizeitanlage
Die Tatsache, dass Eingaben über das oft beworbene Online-Formular auf den städtischen Internetseiten offenbar nicht an die richtige Stelle weitergeleitet wurden, stimmt den Ortsausschuss nachdenklich. "Da muss man dann den direkten Kontakt suchen", meint Pieconkowski, kann aber die Politiker nicht überzeugen. "Es muss doch einen Weg geben, der für jeden Bürger gangbar ist", moniert Lehmann. Der Grünflächenexperte beruft sich indes auf seine spezielle Spielplatz-Reinigungstruppe. "Mir ist von der Seite wirklich noch nichts zu Ohren gekommen." Für eine wöchentliche
Kontrolle fehle einfach das Personal. Ralf Kiowsky (CDU) erinnert schließlich daran, dass das Problem nicht allein die Reinigung sei. "Was nützt es, permanent den Sand auszutauschen, wenn   das Problem nicht bei der Wurzel gepackt wird?" Dieses Problem seien eindeutig die nächtlichen Trinkgelage jugendlicher Gruppen. Bernhard Middrup (CDU): "Da werden die Flaschen hingeschleppt, aber nicht  wieder mitgenommen." Schlimmer noch: zerdeppert würden sie. "Das ist ein Spiegelbild der Bevölkerung."


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Scherben im Sand machen das Spielen für Kleinkinder unmöglich
Gudrun Lange (SPD) ist sich sicher: "Die jungen Leute treffen sich dort, weil sie sonst nirgendwo hinkönnen." Man müsse womöglich über ein besseres Raumangebot nachdenken. Ortsausschuss - Vorsitzender Hubertus Beier denkt an Kooperationen mit  Jugendraum und Jugendamt. Wenn Gespräche mit den Verursachern nichts brächten, solle man sich  nicht davor zurückscheuen, die Polizei zu involvieren, stimmen Kiowsky und Pieconkowski letztlich überein. Peter Lehmann kann sich mit einer regelmäßigen Kontrolle "sehr gut anfreunden".

 


 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung