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Spielgeräte kehren oft erst nach Elternprotesten zurück

Ortsausschuss diskutierte über fehlende Rutsche und Schaukel

"Wann wird denn endlich die Rutsche auf dem Spielplatz an der Haarbachstraße wieder aufgebaut?" Diese Frage hatte Hubertus Beier (CDU) in einem entsprechenden Antrag an die Verwaltung formuliert. 

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Hat die Stadt Ahlen kein Geld zur Pflege der Spielplätze?
Die Antwort von Grünflächen-Fachmann Jörg Pieconkowski sorgte am Montag für verdutzte Gesichter: "Nach meinen Unterlagen steht die Rutsche da." Ihm sei lediglich bekannt, dass dort vor einiger Zeit eine Seilbahn abgebaut wurde.


"Solche Dinge geschehen immer aufgrund eines Prüfprotokolls. Einmal im Jahr wird der Bedarf angemeldet", sagte Pieconkowski. So wisse er von einer neuen Schaukel in Tönnishäuschen - aber eben nicht von besagter Rutsche an der Haarbachstraße. "Wir haben in Dolberg mal vor einigen Jahren eine Rutsche abgebaut. Erst drei Jahre später fiel den Anwohnern auf, dass sie fehlt." Womöglich, weil in der Zwischenzeit kein Bedarf, sprich: keine Kinder, dagewesen seien.
"Ich möchte doch mal meinen Unmut zum Ausdruck bringen", stieg Ralf Kiowsky (CDU) in die Diskussion ein. "Ich habe das in Tönnishäuschen erlebt. Da stand eine Schaukel. Vor einem Dreivierteljahr wurde dann ein roter Punkt drangemacht, wenig später war die Schaukel weg.  Was folgte, waren massive Elternproteste, die lange nicht gehört worden sind. Ich weiß, es klingt vielleicht pathetisch, aber für eine Stadt, die 55 000 Einwohner hat, ist es doch ein Armutszeugnis, wenn nicht einmal Geld für eine Schaukel übrig ist."

Man habe mitunter den Eindruck, es werde nach dem Prinzip verfahren "Wer am lautesten schreit, bekommt etwas", so Kiowsky. "Wenn das wirklich so ist, dann sind wir weit gekommen."

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung