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"Dorf-Sheriff" nicht in Sicht

Bürgermeister sagt  Unterstützung zu

Das Thema Grünpflege hat in Vorhelm einen langen Bart - oder einen langen Grashalm, könnte man es treffender beschreiben. "An viel zu vielen Stellen wuchert das Grün, sieht es einfach ungepflegt aus." So
kritisierte es Josef Remmert zum wiederholten Mal in einer Versammlung der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände.

Nach wie vor halten er und viele Vorhelmer die Situation der öffentlichen Anlagen im Dorf für mehr als unzureichend, denn die eigenen Reinemach-Aktionen der Vereine könnten keine regelmäßige professionelle Instandhaltung ersetzten.

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Grün wuchert über Sitzflächen und Papierkörbe
Auch die CDU-Ortsunion Vorhelm hat sich mittlerweile die Dorfverschönerung seit längerem auf ihre Fahnen geschrieben. Dies könne jedoch - trotz aller Eigeninitiative vor Ort - nur mit Unterstützung der Stadtverwaltung gelingen, schreibt Vorsitzender Ludger Diekmann im soeben erschienenen "Vorhelmer Info-Brief", der in diesen Tagen an alle Haushalte der Gemeinde verteilt wird. Deshalb habe die CDU den Chef der Verwaltung, Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, viele Fragen gestellt.


Die Wichtigste: Ist es möglich, für Vorhelm einen städtischen Mitarbeiter zeitweilig freizustellen, der wie seinerzeit Alfred Dargel, ansprechbar ist und im  Rahmen seiner Möglichkeiten festgestellte Missstände selbständig beseitigt? Dazu führt  Ruhmöller aus, dass mit seiner Unterstützung immer gerechnet werden könne. "Außerdem können bei Problemen die zuständigen Mitarbeiter angerufen und in die Pflicht genommen werden. Einen Vorhelmer 'Dorfsheriff' wird es aber sicher nicht mehr geben."

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Zentimeterdick Moos: Der Dorfpilz hat eine Reinigung dringend nötig
Der "Dorf-Pilz" an der Pankratiusstraße macht schon seit Jahren einen äußerst ungepflegten Eindruck. Zum Teil mehrere Zentimeter dick ist die Moos-Schicht, die auf dem Dach wächst. Hier versprach der Bürgermeister, den Pilz "mit den verfügbaren Mitteln auf Vordermann zu bringen". Allerdings fände er es noch besser, wenn die Dorfgemeinschaft sich der kritischen Stellen annähme. "In Dolberg gelingt das zum Beispiel hervorragend, wo der Heimatverein regelmäßig darauf hinwirkt, dass der Dorfplatz gereinigt und verschönert wird. Wir sind in unserer Gesellschaft zunehmend auf solch ehrenamtliches Engagement angewiesen, die Kommune kann leider nur noch das dringend Notwendige leisten."


Auch um die vielen überflüssigen Schilder würde er sich kümmern. "Es liegt mir sehr daran, dass die  Bürger an der Gestaltung des Gemeinwesens aktiv mitwirken", sagte Ruhmöller. Abschließend versprach er, stets eine offene Tür und ein offenes Ohr für alle Anregungen haben, die das Dorfbild verschönern und liebenswerter gestalten könnten.

Fotos: Christian Wolff

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung