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Kreiswettbewerb ohne Vorhelm?

Tendenz geht zum „Aussetzen“
 
Der Frust sitzt tief. Die vorigen Teilnahmen am Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ waren für das Wibbeltdorf alles andere als angenehm. 2005 landete Vorhelm trotz massiv verstärkter Anstrengungen im Sinne neuer Wettbewerbskriterien wie Zukunftsfähigkeit auf dem letzten Platz. Grund genug für die Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) laut über eine Nichtteilnahme nachzudenken. Diese wiederum könnte den ganzen Wettbewerb kippen.  

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Der Vorhelmer Ortskern muss sich nicht verstecken
„Vorhelm hat 16-mal in Folge den Wettbewerb gerettet, da er nur mit einer bestimmten Teilnehmerzahl überhaupt stattfinden kann“, erinnerte IG-Vorsitzender Josef Remmert. „Ich weiß nicht, ob wir das auch noch ein 17. Mal tun müssen.“ Die Kommission besteht aus Kreistagspolitikern. Nach Remmerts Ansicht sind diese wenig geeignet, eine Bewertung nach den geforderten Kriterien vorzunehmen. Man könne „goldene Eier aufhängen und wird bei denen trotzdem nichts gewinnen“, beschrieb es ein Versammlungsteilnehmer.

Während der regen Diskussion stellte sich die klare Tendenz heraus, doch mal auszusetzen. „Wir wollen uns aber noch nicht endgültig festlegen“, sagte Remmert. Das solle im Herbst geschehen. Für ihn persönlich stehe aber inzwischen fest, für den Kreiswettbewerb nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Bestärkt fühlen sich  die Vorhelmer Vereinsvertreter durch die Tatsache, dass auch Dolberg und Enniger mittlerweile signalisiert  haben, nicht mehr teilnehmen zu wollen. „Man muss sich ja auch fragen, was man davon hat“, formulierte es Heinrich Schlautmann. Angenommen, Vorhelm würde Golddorf werden, gingen man unter anderem die Verpflichtung ein, ein großes Fest auszurichten. „Das Geld haben wir gar nicht“, sagte Remmert. „Wenn jemand ein Gewinner ist, bekommt er normalerweise einen Preis und keine Rechnung“, merkte Pastor Hermann Honermann kritisch an, wobei er den Wettbewerb an sich als Motor für Initiativen sieht. „Aber wenn man sieht, was die Tönnishäuschener mit dem Verein ,Unser Dorf‘ auf die Beine stellen, weiß man, dass es solche Initiativen auch ohne Druck des Wettbewerbs geben kann“, stellte der IG-Chef fest.
Am Ende der Diskussion war klar: Vorhelm möchte nur teilnehmen, wenn sich an den Rahmenbedingungen etwas ändert. Ein Versuch, der schon vor zwei Jahren misslang.

Ahlener Zeitung Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung.