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Brücke am Bosenberg ist vom Tisch

Stadt sieht andere Prioritäten

Vorhelm. Das lange Warten auf die Brücke hat ein Ende. Aber aus Vorhelmer Sicht kein gutes, denn für die im September 1999 abgebrochene Bosenberg-Brücke wird es  keinen Ersatz geben. Noch im Vorjahr hatte die Verwaltung das Jahr 2014 für einen möglichen Wiederaufbau angepeilt.

Image Beim Durchblättern des aktuellen Haushalts- Entwurfs war sowohl Gudrun Lange (SPD) als auch Bernhard Middrup (CDU) aufgefallen, dass nun keine Mittel mehr dafür eingestellt wurden. Kämmerer Klaus Muermans ließ im Vorhelmer Ortsausschuss am Montagabend durchblicken, dass die Planungen vom Tisch seien.

Der im Jahr 1914 erbaute Bahn-Überweg, der vornehmlich von landwirtschaftlichem Verkehr und Fahrradfahrern genutzt wurde, musste weichen, da erhebliche Mängel aufgetreten waren. Zuletzt konnte die Stadt nur  durch eine Sperrung ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen – Stadtbaurat Franz Budnik versprach allerdings Ersatz, als der Abbruch unausweichlich wurde.


„Wir haben  immer wieder versucht, Fördergelder für die Bosenberg-Brücke zu bekommen“, sagte Muermans vor dem Ortsausschuss. „Leider ist uns dies auf mehreren Seiten nicht gelungen. Und inzwischen ist in uns die Einsicht gereift, dass diese Brücke nicht mehr die höchste Priorität hat.“ So nannte der Stadtkämmerer zwei Übergänge im Stadtgebiet, die es nach Verwaltungsansicht „nötiger“ hätten – an der Uhland- sowie der Robert-Koch-Straße. Muermans: „Ich sehe in den nächsten Jahren keine Chance mehr für die Bosenberg-Brücke.“ Bernhard Middrup machte aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl: „Das war die größte Brücke in Vorhelm, und die ist uns genommen worden.“

ImageAllein schon im Sinne der Landwirte, die nun seit Jahren Umwege fahren müssten. „Mir ist auch ein Landwirt bekannt“, sagte Muermans. Insgesamt messe die Verwaltung der Brücke am Bosenberg jedoch nur eine geringe verkehrliche Bedeutung bei. „Wir müssen trotzdem zu einer Lösung kommen“, bat Hubertus Beier (CDU), das Thema separat noch einmal ausführlich zu diskutieren, bevor es unbemerkt begraben wird. Die Idee der Vorhelmer Ortspolitiker, zumindest eine Fußgänger- und Radlerbrücke in Betracht zu ziehen, befand der Kämmerer für ungünstig. „Das war nie so geplant“, sagte er.