Ahlen-Vorhelm Web Portal

Ahlen-Vorhelm

Alte Ladestr.26 ,
59227 Ahlen-Vorhelm

Stadt Ahlen 02382-590
info@ahlen-vorhelm.de

Anwohner fühlen sich allein gelassen

Eigentlich wollten Gregor Wiethaup und die Verwaltungsvertreter unter dem Punkt "Verschiedenes" nur auf die anstehende Neueröffnung des Edeka-Marktes am 29.November hinweisen. Doch diese Mitteilung geriet am Montagnachmittag im Vorhelmer Ortsausschuss zum Stichwort für die Mitglieder, um in Sachen Hauptstraßenproblematik nachzuhaken.

ImageSeit Monaten sind die Verkehrsengpässe hinter dem Ortseingang in der Diskussion. In der vorigen Sitzung hatte das Gremium der Hellbachgemeinde die Stadt gebeten, einParkverbot auf dem Randstreifen zu prüfen, um die Sicherheit für Schwächere Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Ursache für die Engpässe sei eine Imbissbude am Straßenrand, die vornehmlich von LKWs angesteuert wird. Diese belegen häufig Randstreifen und blockieren Einfahrten, wie eine Anwohnerin dem Ausschuss im August vorgetragen hatte.

"Das Anhörungsverfahren läuft" versicherte Verkehrssachbearbeiter Heino Hilbert dazu. Immerhin habe er vom Landesbetrieb Straßenbau das Signal erhalten, dass der Antrag aller Voraussicht nach abgelehnt würde. Eine Aussage, die fraktionsübergreifendes Unverständnis auslöste. "Die Gegebenheiten haben sich geändert." betonte Gudrun Lange (SPD). Durch den Ausbau im Zuge der Markterweiterung sei es doch jetzt viel gefährlicher, wenn dort auch noch weiter LKW blockieren.

"Ich finde, die Situation hat sich seit dem Ausbau gebessert.", erklärte Hilbert. Hinzu komme außerdem noch eine Querungshilfe. "Es gibt nach wie vor Probleme" schob Ortsausschuss-Vorsitzender Gregor Wiethaup nach. Und bekam von Hubertus Beier (CDU) Schützenhilfe: "Ich bleibe dabei, dass der Imbiss an dieser Stelle falsch steht. Ich verstehe nicht, wie die Bude dort genehmigt werden konnte." Es werde versucht, Lösungen für die Verkehrsgefährdungen zu finden, ohne die Ursache des Problems in den Blick zu nehmen. "Das ist völlig unbefriedigend. Wir gehen wieder auseinander ohne Lösung."

ImageHeino Hilbert machte zwar wenig Mut, ein Parkverbot durchsetzen zu können, ergänzte aber, er könne sich vorstellen, einige Meter des Randstreifens mit einer Schraffur zu versehen. "Das wäre schon zweckmäßig", sagte Erhard Richard (CDU), betonte gleichzeitig aber: "Wir sollten nicht auf Zeit spielen. Wenn wir keine Lösung haben, sollten wir das auch so sagen." Franz-Josef Fährenkemper (SPD) verwies auf die Außenwirkung: "Wenn nichts passiert, fühlen sich die Anwohner allein gelassen."

Aber: "Es ist nicht Aufgabe der Stadt Ahlen, einen neuen Standort für einen Imbiss zu suchen", machte Hilbert klar. Bernd Manthey (Grüne) konterte: "Die Frage ist nicht, was Ihre Aufgabe ist, sondern ob wie diese Sachlage dulden müssen. Sie haben ja vorher auch schon nichts gemacht."