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Vorhelmer Jungs beim WM-Spiel

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil

Hautnah statt nur live dabei
Vorhelmer Jungs beim WM-Spiel Deutschland - Polen

Was Leon (9) und Marvin (7) Boschi aus Vorhelm sowie Marvin Brüggemann (12) aus Tönnishäuschen am Abend des 14.Juni 2006 erleben, davon träumen alle jungen Fußball-Fans Sie sind beim Fußballereignis nicht nur live dabei, sondern hautnah.

Die Klinsmann-Elf ist zum zweiten Mal bei dieser WM gefordert. Wenn die Nationalmannschaft gegen Polen antritt, dürfen die Fans die Spieler auf den grünen Rasen eskortieren.

Klar, dass bei den Familien Boschi und Brüggemann das WM-Fieber derzeit noch ein bisschen ausgeprägter ist als anderswo. Der Brüggemann-Junior läßt sich die Nervosität jedoch nicht anmerken. "Aber Marvin ist schon ganz schön aufgeregt" sagt Vater Alfons. Das sei ja auch ganz verständlich.

ImagePfeil links / Arrow leftFür das Brüderpaar  Leon (links) und Marvin Boschi erfüllt sich in Dortmund ein Traum. Sie laufen als Kinder-Eskorte mit den Nationalmannschaften in das FIFA WM-Stadion in der Westfalenmetropole ein. Allein im Stadion werden diesen Einmarsch über 80.000 Augenpaare verfolgen, ganz zu schweigen von den Millionen Fernsehzuschauern in ganz Europa. Marvin Brüggemann  ist gleichzeitig einer der Flaggenträger mit dem offiziellen FIFA Fairplay-Logo.

ImageZur Vorgeschichte:
Bereits im vergangenen Winter hatte der FIFA WM-Sponsor McDonald´s dazu aufgerufen, sich als Eskortenkind mit einem selbst gebastelten Kunstwerk zum Thema Fußball zu bewerben. Gesagt, getan. Leon entschied sich für ein Stadion innerhalb eines Pappkartons und Marvin bastelte eine spezielle Klappkarte mit WM Maskottchen Goleo VI.

Originell verpackt schickte die Familie das Paket auf die Reise. Nach endlosen Tagen zwischen Bangen und Hoffen war es dann im April schließlich soweit: Post von McDonald´s.  "Für die Kinder war es einfach der pure Wahnsinn, als sie von dem Gewinn erfahren haben." schwärmt Mutter Claudia. "Voll geil" fügt Marvin lässig hinzu. Das Geschwisterpaar hatte es tatsächlich geschafft und gehörte von da an zu den 800 ausgewählten deutschen Eskortenkindern der Fußball-WM. Auch über die beiden Begleitpersonen, die an diesem Tag natürlich kostenlos mit ins Stadion dürfen, waren sich die Brüder schnell einig: "Papa und Mama."

Karl-Heinz und Claudia Boschi dankten es ihnen und fuhren schon am Vortag ins Ruhrgebiet. Es ist nämlich Tradition, dass die internationalen und deutschen Eskortenkinder am Vortag die als nächstes anstehende WM Partie vorspielen. Marvin Brüggemann wird hingegen allein im Dortmunder Stadion auftauchen müssen. "Das Programm ist nur für das Kind" haben die Organisatoren in ihrer Einladung mitgeteilt. Vater Alfons und Mutter Annette müssen also vor dem Fernseher das Spiel verfolgen. "Gut, er gehört ja auch schon zu den etwas Älteren", sagt der Papa und gönnt dem Filius selbstverständlich diess Ereignis.

Am 14. Juni steht um 13 Uhr erst ein Mittagessen im Fast-Food-Restaurant auf dem Programm, ehe die Eskortenkinder um 15 Uhr mit dem Bus ins Stadion gebracht werden. Punkt 16 Uhr wird es dann noch einmal spannend, denn beim Probeeinlauf mit der FIFA erfahren die Eskorten, welche Hand sie beim Einlauf halten dürfen.

In puncto Fans sind Leon und Marvin eher Rivalen. Der Dortmunder Leon würde am liebsten mit Lukas Podolski einmarschieren und sein Schalke-Bruder Marvin würde alles für die Hand von Bastian Schweinsteiger geben. Wer Weltmeister wird? "Natürlich Deutschland" rufen die beiden wie aus einem Munde. Der Brüggemann-Nachwuchs schließt sich an.