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Hagel minimiert Ertrag

Geschrieben von Heiner Klostermann

Das Tief „Michaela“ hat am vergangenen Donnerstag nicht nur Bäume entwurzelt und Straßen überflutet. Wie sich jetzt zeigt, sind auch zahlreiche landwirtschaftliche Flächen durch Hagel in Mitleidenschaft gezogen worden, zum Beispiel in Vorhelm.

 

Schauen genau hin: Die Gutachter Gregor Annegarn und Theo Stratmann mit Philipp Graf von Schall-Riaucour, Rentmeister Boris Schnittker und der landwirtschaftliche Kooperationspartner Heinrich Sengenhorst (v.l.) im Schadensfeld am Bosenberg. Foto: Christian WolffWährend die größten Schäden von Gewittersturm „Michaela“ inzwischen erkannt oder beseitigt worden sind, lassen sich die Folgen für die Landwirtschaft erst bei gena uerem Hinsehen ausmachen. Zum Beispiel in Vorhelm: Felder rund um den Bosenberg, die vom Wege aus intakt wirken, haben am vorigen Donnerstag durch stellenweise heftigen Hagelschlag massiv gelitten.

Einen fachlichen Blick richteten am Montagmorgen Gregor Annegarn und Theo Stratmann auf Korn und Ähren. Die Gutachter der Vereinigten Hagelversicherung machten sich im Auftrag von Haus Vorhelm, zu dessen Betrieb ein Großteil der verpachteten Flächen gehört, auf den Weg ins Hellbachdorf – begleitet von Philipp Graf von Schall-Riacour, Rentmeister Boris Schnittker und Heinrich Sengenhorst als Landwirtschaftlicher Kooperationspartner.

„Es hat nicht überall gehagelt“, weiß Annegarn. So seien vor allem Dolberg, Ahlen und der Süden von Vorhelm betroffen gewesen, während der Bereich Vorhelm-Zentrum und Tönnishäuschen so gut wie keinen Hagel verzeichnete. „Auch die Regenmenge differierte“, bestätigt sein Kollege Stratmann.

Das erste Fazit der beiden Gutachter: 24 Hektar Raps sind bis zu 90 Prozent zerstört. Bei den 40 Hektar Weizen sieht es zwar noch etwas besser aus, doch die bereits angeschlagenen Ähren werden durch weitere Wind- und Wettereinflüsse sicher noch mehr Korn verlieren, sind die Experten überzeugt. Hier steht – wie bei der Gerste – eine weitere Begutachtung in zwei Wochen an. Der Ertrag werde zweifellos minimiert.

„Die Hagelschäden sind besonders prekär, weil wir an einigen Stellen kurz vor der Ernte stehen“, sagt Philipp Graf von Schall-Riaucour. Es sei das zweite Mal, dass ein Unwetterereignis solche Folgen für seine Flächen hat. „In den Jahren zuvor hatten wir nie damit zu tun“, so der gräfliche Verwaltungsleiter Boris Schnittker.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

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