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Biogas wieder auf dem Tisch

Geschrieben von Heiner Klostermann

Als Nachnutzung des stillgelegten Zementwerks Bosenberg ist nach wie vor eine Biogasanlage geplant – ein Vorhaben, das seit Jahren heiß diskutiert wird. Zum aktuellen Verfahren fordert die Freie Wählergemeinschaft jetzt eine Bürgerbeteiligung. Der Vorsitzende Heinrich Artmann wittert zahlreiche Ungereimtheiten im neuen Antrag der Investoren.

Lange war es still um den Bosenberg, der noch vor fünf Jahren für dauerhafte Reizpunkte zwischen Politiker, Anwohnern und Landwirten sorgte. Grund dafür waren die Pläne zur Errichtung einer Biogasanlage auf dem Gelände des ehemaligen Zementwerks. Seit dem 22. November liegt nun ein neuer, überarbeiteter Antrag der Investoren für Bau und Betrieb einer Biogasanlage vor.

Diese Absicht verursacht bei der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Bauchschmerzen, denn die Stadt Ahlen ist in dem Genehmigungsverfahren bislang noch nicht gehört worden. Stattdessen ist eine zustimmende Stellungnahme in Arbeit – aus Sicht der FWG ein undemokratischer Prozess.

Hinzu kommen Befürchtungen, die schon einmal auf der politischen Bühne für Zündstoff sorgten: „Die jetzt beantragte Anlage – deren Kapazität ist deutlich höher, als es der Antrag darstellt – gefährdet die geplante, durch den Regionalplan festzuschreibende Nutzung der verbleibenden sieben Hektar des Geländes als gewerbliche Baufläche“, so FWG-Vorsitzender Heinrich Artmann. „In der weiteren Entwicklung ist sogar eine Beeinträchtigung des Industriegebiets Vorhelm-Bahnhof zu befürchten.“

Die Stadtverwaltung sei nach Artmanns Ansicht „wenig bereit, über das Konzept Bosenberg zu diskutieren“, da der Verfahrensführer die Bezirksregierung ist. Die FWG-Fraktion habe daher eine Bürgerbeteiligung zum neuen Biogas-Projekt an die Verwaltung gestellt. Artmann: „Aus unserer Sicht müssen auch die Ratsfraktionen zum neuen Genehmigungsverfahren gehört werden, denn sie haben auf der Basis von überholten Gutachten über die Biogasanlage abgestimmt.“ Beantragt wird, dass über diese Verfahrensweise in der nächsten Sitzung des Ortsausschusses Vorhelm, des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses sowie in der nächsten Ratssitzung beraten und entschieden wird.

„Wir haben die Befürchtung, dass durch die Verfahrensweise, unseren Antrag vom Rat erst in den Ortsausschuss, danach in den Stadtentwicklungsausschuss zu geben, die Forderung zu der breiten Beteiligung, zeitlich ins Leere laufen wird“, teilt der FWG-Vorsitzende mit.

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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