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Gärtnerei Fährenkemper stärkt den Standort Vorhelm

Geschrieben von Christian Wolff

Auf einer Fläche von über 33 000 Quadratmetern sollen neue Gewächshäuser entstehen. Die Gärtnerei Fährenkemper, gegründet im Jahr 1964, will ihren momentan dreigeteilten Betrieb an einem Standort konzentrieren - und nach Möglichkeit weiter wachsen.

Im Treibhaus der Gärtnerei FährenkemperBreiten Rückhalt für die Neubau- und Erweiterungspläne an der Strontianitstraße gab es am Montagabend von Seiten des Ortsausschusses Vorhelm.

 

Junior-Chef Timm Fährenkemper, der 2004 in den Betrieb einstieg, stellte den Politikern die Pläne vor. „Als mein Großvater damals anfing, gab es nur die Gewächshäuser im Dorf. Damals hätte niemand gedacht, wie sich der Betrieb einmal entwickeln würde.“ Bis 1987 wurde am Ursprungsstandort kontinuierlich bis auf 7500 Quadratmeter erweitert, im Jahr 1990 kam der Standort Strontianitstraße hinzu, der schon 1993 nicht mehr ausreichte und inzwischen auf rund 23 000 Quadratmeter Fläche aufgestockt wurde. Durch Anpachtung eines 15 000-Hektar-Geländes in Bergkamen entstand 2007 die heutige Dreigliedrigkeit.

„Drei Standorte sind aus wirtschaftlichen wie energetischen Gründen nicht mehr sinnvoll“, erklärte Timm Fährenkemper. Schließlich herrschen in den Treibhäusern auch in den Wintermonaten angenehme 16 Grad Celsius. „Deswegen möchten wir lieber den einen Standort am Ortsrand vergrößern.“ Der Pachtvertrag in Bergkamen laufe ohnehin Ende dieses Jahres aus. Für den innerdörflichen Bereich bedeute dieser Schritt außerdem eine Verkehrsentlastung. Die Gewächshäuser dort werden abgerissen. Was danach mit dem Gelände neben dem „Edeka-Markt“ geschieht, sei noch unklar.

Was nur wenige wissen: Große Gartencenter und Baumärkte, Firmen wie „Obi“ oder „Blumen Risse“, zählen inzwischen zu Fährenkempers Kunden. Beschäftigt sind sechs Festangestellte, 15 400-Euro-Kräfte sowie saisonabhängige Aushilfen - und fast alle kommen aus der nahen Umgebung von Vorhelm. Die Erweiterungspläne sind nun von entscheidender Bedeutung für die Erhaltung der Wirtschaftlichkeit. Der Gartenbautechniker verwies auf die Zeitersparnis beim Produktionsablauf und die geringeren Energiekosten, die durch modernen Gewächshausbau und neueste Heiztechnik unterstützt werden.

Da durch den Neubau ein Eingriff in die bestehende Landschaft am Ortsrand unumgänglich sein wird, wurde in Abstimmung mit dem Kreis Warendorf ein landschaftspflegerischer Begleitplan ausgearbeitet, den Stadtplaner Thomas Kampmann am Montag erläuterte. In der Bauerschaft Nienholt stehen in Nachbarschaft zum Hof Wienker 23 000 Quadratmeter Fläche für ein Biotop mit Wallhecken und ökologischem Kleingewässer zur Verfügung.

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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