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Biogas am Bosenberg - Eine Angelegenheit die stinkt ?

Geschrieben von Bürgerinitiative Bosenberg

Bürgerinitiative Bosenberg stellt ihre Meinung über die geplante Biogasanlage Vorhelm vor.

 

Grafik: Bürgerinitiative Bosenberg
Die Verkehrsströme zur Belieferung der Biogasanlage

Fakt ist

Lärm macht krank

Erwiesenermaßen entstehen bei Überschreitungen von Lärmgrenzen gesundheitliche Schäden. Diese Grenzen sind schon jetzt durch Eisenbahn und bestehenden Straßenverkehr überschritten!

 

Fakt ist

Wertverlust unserer Immobilien

Laut Immobilienbanken sinken mit dem Bau der Biogasanlage die Werte unserer Häuser und Grundstücke um ca. 40%. In ganz Vorhelm.

 

Fakt ist

Naturschützer unter Druck gesetzt

Der NaBu und der BUND haben eine Biogasanlage aus naturschutzrechtlichen Gründen abgelehnt. Dafür wurden sie von der zuständigen Architektin und der Fraktionsvorsitzenden der Grünen massiv attackiert.

 

Fakt ist

Unsere gewählten Volksvertreter

Einige Kommunalpolitiker lehnen sich für die Investoren weit aus dem Fenster und treten unsere Bürgerrechte mit Füßen. Sollte Politik nicht realitätsnah für alle Bürger sein?

Wir treten für den Erhalt unserer erarbeiteten Werte und unserer Lebensqualität ein. Auch für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.

 

Fakt ist

Die Nachnutzung der Industriebrache ist eine Mogelpackung!

Für die Biogasanlage ist kaum eine Nachnutzung der Industriebrache Bosenberg vorgesehen. Die Immobilien auf dem Gelände werden einzig und allein durch die gewerblichen Betriebe genutzt.

Diese Gewerbebetriebe sind für den Betrieb einer Biogasanlage nicht notwendig und haben somit keine Existenzberechtigung auf einem Sondergebiet für erneuerbare Energien.

Die Investoren werden voraussichtlich nicht Betreiber der Biogasanlage und des Getreidehandels sein. Welche Aussagekraft haben dann deren Versprechungen und Zusagen?

 

Fakt ist

Biogas Nord ist bisher nur Anlagenbauer

Der mutmaßliche Investor Biogas Nord hat nach unserer Erkenntnis noch nie eine eigene Biogasanlage betrieben, sondern sie nur gebaut und dann an E.ON und andere Betreiber weiterverkauft. - Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

 

Fakt ist

Energieproduktion kontra Nahrungsmittel kontra Naturschutz

Für die Biogasproduktion werden immense Mengen an Maissilage benötigt. Das bedeutet in der Konsequenz, dass Grünlandflächen umgebrochen werden müssen, Stilllegungsflächen unter den Pflug genommen werden. Auf der Strecke bleiben Flora und Fauna, aber auch wir als Verbraucher. Oder ist noch niemandem aufgefallen, dass wg. Getreideverknappung die Lebensmittel teurer geworden sind?

 

Fakt ist

 

Die Gutachten ...

...die von den Investoren der Stadt Ahlen vorgelegt wurden, sind nach unserer Erkenntnis mit falschen Eckdaten gerechnet worden. Wir haben gezählt, gemessen und nachgerechnet und kommen zu folgenden Ergebnissen:

  • Der Lärm der Eisenbahn wurde nicht vollständig berücksichtigt.
  • Unsere Verkehrszählung ergab, dass ca. 88 bis 117% mehr LKW / Traktoren die Alte Ladestraße befahren als im Gutachten angenommen.
  • Für den Betrieb der Biogasanlage sind insgesamt ca. 50% mehr Fahrzeugbewegungen erforderlich als angegeben.
  • Im Geruchsgutachten werden wichtige Fakten wie Be- und Entladevorgänge nicht berücksichtigt.
  • Ein Feinstaubgutachten liegt bis heute nicht vor.

 

Womit müssen wir rechnen?

  1. 15.000 Tonnen Kompost Rottestufe III, transportiert wahrscheinlich von Ennigerloh über Enniger und Vorhelm Dorf zum Bosenberg.
  2. 7.000 Tonnen Geflügelmist und Gülle
  3. 14.000 Tonnen Maissilage
  4. 30.000 Tonnen Getreide von Juli bis Oktober (Sommerferien, Grillzeit, Fahrradfahrten...)

Nach unseren Recherchen erhöhen sich die Werte für Gülle, Mist, Kompost und Silage um mindestens 50%.

Das bedeutet für die Sommermonate, dass der Verkehr auf der Hauptstraße von Treckern mit einer Breite bis zu 3 m bestimmt wird. Das bedeutet weiterhin menschenfeindliche Verkehrssituationen insbesondere für Kinder, chaotische Zustände bei der Parkplatzsuche, gesundheitsschädliche Gase und Feinstäube, erheblich höhere Lärmbelästigung, Schwingungsbeanspruchung der Immobilien durch den Schwerverkehr u.v.m.

Fazit: Eingeschränkte Lebensqualität für alle Bürger Vorhelms

 

Fakt ist aber auch: Die Genehmigung ist noch nicht erteilt!

In der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 31.März 2009 um 16.00 Uhr könnten die Würfel für unsere Zukunft fallen.

Lasst uns an diesem Tag alle gemeinsam für unsere Interessen eintreten!

 

Ein Flugblatt der Bürgerinitiative Bosenberg, 59227 Ahlen

 

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