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"Gezielt die Unwahrheit verbreitet"

Geschrieben von Christian Wolff
Grüne reagieren auf Bosenberg-Vorwürfe

Von einem „massiven Bedrängen“ des Bunds für Umwelt- und Naturschutz (BUND) könne keine Rede sein. Das stellt Grünen-Fraktionschefin Petra Pähler-Paul gestern im Gespräch mit der „AZ“ klar. 

Foto: Ahlen-Vorhelm.de Archiv
Die geplante Biogasanlage am Bosenberg sorgt weiter für Gesprächsstoff
Anlass ist für sie eine Pressemitteilung der Bürgerinitiative Bosenberg zum Thema Biogas-Planung, in der Sprecherin Cornelia Beck und BUND-Kreissprecher Clemens Haase vor wenigen Tagen einen solchen Vorwurf öffentlich machten.


Mit Erstaunen habe sie die Äußerungen zur Kenntnis genommen, sagt Pähler-Paul. „Wir wertschätzen die Arbeit des BUND und nehmen den Verein als wertvollen Mitstreiter in Belangen des Umweltschutzes und der Ökologie wahr.“ Genau diese Haltung habe sie dazu bewogen, telefonisch Kontakt aufzunehmen. „Zum einen wollte ich mich sachkundig machen, über die vom BUND erhobenen Einwände gegen die geplante Biogasanlage am Bosenberg – zum anderen war ich bereit, die positive Haltung der Ahlener Grünen zur Biogasanlage zu begründen und zu erläutern.“


In einem Gespräch habe sich außerdem die zuständige Architektin Agnes Weber bereiterklärt, bei Bedarf das Vorhaben zu erläutern und Einsicht in alle Unterlagen zu ermöglichen.
„Mit dieser Gesprächsbereitschaft bin ich allerdings gescheitert“, musste Petra Pähler-Paul inzwischen feststellen. „In beiden Gesprächen stieß mein Ansinnen nach Austausch und das Angebot bei Bedarf zu informieren und Gespräche zu vermitteln, auf unverhohlene Aggression.

Es fielen Sätze wie ,Wir wollen nicht informiert werden‘ und ,Eine inhaltliche Begründung ist von uns nicht zu erwarten‘ oder ,Unser vordringliches Anliegen ist, das Verfahren zu verzögern‘.“ Eine solche Haltung habe die Grünen negativ überrascht, schiebt die Grünen-Vertreterin hinterher. „Wenn ein freundlich vorgetragenes Gesprächsangebot als ,Traktieren und Bedrängen‘ wahrgenommen wird und daraus der Vorwurf abgeleitet wird ,In Vorhelm werden die Bürgerrechte mit Füßen getreten‘, dann finde ich eine solche Haltung bedenklich. Information und Austausch sind Grundlage demokratischen Handelns. Wer dies ablehnt und als Zumutung empfindet, stellt sich selbst ins Abseits.“

Es seien gezielt Unwahrheiten verbreitet worden. Überhaupt wundere sie sich über die Rolle der Initiativ-Sprecherin, so Pähler-Paul, da sie mit ihr bislang keine Gespräche geführt habe. „Frau Beck hat wiederholt verschiedensten Akteuren vorgeworfen, nicht gesprächsbereit zu sein und keine Informationen zur Verfügung gestellt zu bekommen, andererseits diffamiert sie diejenigen, die Gespräche und Informationen anbieten. Die Bürgerinitiative wird sich damit befassen müssen, ob ihre Sprecherin  ihrem Anliegen eher nutzt oder schadet.“

Abschließend weisen Bündnis 90 / Die Grünen  darauf hin, dass sämtliche Beteiligten weiterhin zu Gesprächen und zum Informationsaustausch eingeladen sind.

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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