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In sieben Jahren einen guten Ruf aufgebaut

Grill-Betreiber versteht Diskussion um seinen Standort nicht

Lange habe er sich zurückgehalten, aber jetzt müsse er sich auch mal zu Wort melden, sagt Wilfried Lüggert. Zusammen mit seiner Frau Monika betreibt er den imbiss-Stand an der Vorhelmer Hauptstraße, um den sich seit einigen Monaten heiße Diskussionen ranken. 

In mehreren Sitzungen hatte der Ortsausschuss der Hellbachgemeinde die Verkehrssituation rund um den Stand moniert: LKW blockierten die Seitenstreifen und Ausfahrten, es gebe täglich Engpässe - so hieß es noch vor kurzem.

ImageFür Lüggert ist das Ganze jedoch reine Stimmungsmache. "Probleme gibt es eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht mehr als an vielen, vielen anderen Stellen in Deutschland auch", sagte er in einem Pressegespräch. Klar gebe es Stoßzeiten, in denen sich der Verkehr ballt, aber damit habe sein Grill nichts zu tun. Und durch die neue Verkehrsführung nach dem Umbau des Edeka-Markts sei es merklich besser geworden. An anderen Stellen der Straße sei sogar mehr Gefahrenpotenzial. "Jetzt ist der neue Parkplatz fertig, und da fahren gut 99 Prozent unserer Kunden drauf", weiß Lüggert.  Es gebe folglich kaum noch einen PKW, der am Straßenrand hält, obwohl es nicht verboten wäre.

"Wenn demnächst erst mal die Querungshilfe gebaut ist, wird das schon laufen", ist sich Wilfried Lüggert sicher. "Es wundert mich allerdings schon, dass jetzt auf einmal Kritik aufkommt. Wir stehen seit gut sieben Jahren hier." In dieser Zeit hätten seine Frau und er sich einen guten Ruf erarbeitet, die Kunden seien durchweg zufrieden, erzählt er und fügt an: Zu denjenigen, die seine Grill-Spezialitäten schätzen, gehören zahlreiche Vorhelmer. "Die schütteln über die Sache nur den Kopf." LKW-Fahrer machten zugleich nur einen kleinen Teil seines Kundenstamms aus, und das Abendgeschäft bestehe fast ausschließich nur aus Dörflern.

Inzwischen hat das Betreiber-Ehepaar den Eindruck gewonnen, dass die Diskussion um ihren Grill-Pavillon von einem einzigen Nachbar ausgeht, der sich durch parkende Autos und den Stand gestört fühlt. "Im Moment darf jedes Auto auf dem Randstreifen parken, es ist öffentlicher Grund", sagt Wilfried Lüggert und deutet auf den Bereich vor seinem Imbiss. "Wenn wirklich mal jemand auf dem Bürgersteig oder vor einer Ausfahrt steht, sagen wir das dem betreffenden Kunden. Das verstehen die Leute dann auch und machen das nicht wieder." Auf Unverständnis sei der Imbiss-Betreiber noch bei keinem Autofahrer gestoßen. Auch ein Treckerfahrer, der mal auf dem Bürgersteig stand, habe Einsicht gezeigt. "Es parkt ja niemand einfach so vor einer Einfahrt."

Enttäuscht ist Wilfried Lüggert inzwischen von einigen Politikern. "Die sollten doch eigentlich für alle da sein. Aber die machen hier eine richtige Klümpkeswirtschaft." Persönliche Belange hätten die Mitglieder des Ortsausschusses normalerweise nicht zu interessieren.

Rechtlich sind die Betreiber des Grill-Pavillons auf der sicheren Seite: Im Mai 2006 wurde ein neuer Vertrag mit dem Grundstückseigentümer gemacht. Und der läuft noch bis 2014. Genug Zeit also für Lüggert, noch viele Bratwürste und Pommes über die Theke zu reichen. 

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