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Vorhelmer Urgestein Theo Keseberg verstorben

Geschrieben von Israel Mossad
Die Redaktion trauert um Theo Keseberg (tkv)
 
Die „Glocke“-Redaktion und Ahlen-Vorhelm Web Portal trauert um ihren langjährigen Vorhelmer Mitarbeiter Theo Keseberg. Er ist am Freitagnachmittag , 2.Mai 2008, im Alter von 72 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben.

Foto: Ahlener Tageblatt
Theo Keseberg 18.6.1935 - 2.5.2008
„tkv“: Dieses Namenskürzel kennt jeder Vorhelmer. Es steht nicht nur für ein Vorhelmer Original, sondern auch für den dienstältesten Mitarbeiter der „Glocke“-Redaktion in Ahlen, nämlich für Theo Keseberg aus Vorhelm.


Er ist so gestorben, wie er gelebt hat: Immer am Puls der Zeit, bei den Menschen vor Ort, bei den Vereinen und Institutionen, die er seit Jahrzehnten redaktionell begleitet hat. So auch am Freitag, als er Abzüge von seinen Digitalfotos machen lassen wollte, die er am Tag zuvor beim Schützenfest in Vorhelm geschossen hatte. Trotz seines Alters war es für „tkv“ eine Selbstverständlichkeit, wie jedes Jahr über das Vogelschießen zu berichten.

Theo Keseberg wurde am 18. Juni 1935 in Vorhelm geboren. Wie sein Vater Theodor Keseberg, erlernte der Sohn das Friseur-Handwerk und war später viele Jahre Innungsobermeister. Er betrieb den elterlichen Salon an der Hauptstraße in Vorhelm und einen Filialbetrieb an der Dolberger Straße.

Schon früh engagierte sich Theo Keseberg im dörflichen Vereinsleben. Es spielte bei TuS Westfalia Fußball, war Mitglied der Meistermannschaft und einige Zeit sogar Trainer. Sein Herz schlug aber auch für den Karneval und besonders für die KG Klein Köln, deren Prinz er auch wurde. Als Kolpingbruder bekam er in den 60er-Jahren auch Kontakt zur Heimatzeitung. Hin und wieder reichte er kleine Meldungen bei der Redaktion ein.

Der Grundstein für den Einstieg ins Presseleben wurde 1966 nach einer Jugendfahrt der Vorhelmer Fußballer nach Berlin gelegt. Die Vorhelmer Truppe verlebte dort tolle Tage. Viel zu schade, um diesen Spaß für sich zu behalten. Und weil „tkv“ sowieso meinte, dass viel zu wenig über Vorhelm in der Zeitung stehe, beschloss er, schon auf der Rückfahrt einen Bericht zu schreiben.

Klar, dass auch Bilder zum Reisebericht gehörten und die hatte „tkv“ vorsorglich mit einer Kamera geschossen, die er von seiner Ehefrau Gertrud (31. Mai 1988 † ) geschenkt bekommen hatte. „tkv“ schickte zwei Bilder und den Text zur „Glocke“ nach Beckum, die damals Vorhelm redaktionell betreute. Einige Tage später schlug Theo Keseberg die Zeitung auf und entdeckte seinen Text mit Bildern als Aufmacher.
 Wie hart das Zeitungsgeschäft ist, erfuhr „tkv“ wenig später. Denn da bekam er Ärger mit den Kollegen von der anderen Zeitung, die ebenfalls in Beckum beheimatet war. Sie beklagten nämlich, dass sie keinen Artikel erhalten hatten.

Eines Tages stand dann „Glocke“-Lokalchef Dr. Egon Ahlmer höchstselbst bei Theo Keseberg im Salon und bat ihn, die Interessen von Vorhelm in der „Glocke“ zu vertreten. Das war der Anfang der „tkv-Ära“ im Wibbeltdorf. Neben der scharfen Schere gehörten von da an Fotoapparat, Notizblock und Kugelschreiber zum Handwerkszeug von Theo Keseberg.

Ob der Streit um die Verlegung der Hauptschule nach Enniger 1968 oder die Gründung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWV) im Zuge der Kommunalen Neugliederung: „tkv“ war mit spitzer Feder immer zur Stelle.

Als die „Glocke“ später eine Redaktion in Ahlen an der Gerichtsstraße eröffnete, weitete der „Vorhelmer Chefreporter“ sein Betätigungsfeld aus und berichtete auch von vielen Ereignissen in der Wersestadt. Ob im Karneval oder bei den Schützenvereinen: Theo Keseberg war überall ein gern gesehener Reporter. Noch vor wenigen Wochen begleitete er den Freundeskreis Ahlener Soldaten nach Dänemark zur Versöhnungsfeier an den Düppeler Schanzen.

Mit dem Tod Theo Kesebergs verliert Vorhelm ein Urgestein, die „Glocke“-Redaktion einen treuen Weggefährten und Ahlen-Vorhelm Web Portal einen sympathischen, stets kompetenten und allseits beliebten ehrenamtlichen Mitarbeiter. Der Verstorbene hinterlässt drei Kinder und fünf Enkelkinder.

Theo Keseberg findet am Mittwoch, 7. Mai, nach einem Gottesdienst um 15 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche in Vorhelmer Heimaterde seine letzte Ruhestätte.
 

 Für die Redaktion Maria Kessing und Detlef Jotzeit

Mit ehrendem Gedenken Heiner Klostermann (Ahlen-Vorhelm Web Portal Chefredakteur)