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Weitere Förderer für Konzept begeistern

Geschrieben von Heiner Klostermann

Auf die Initiative zur Rettung und Wiederbelebung des ehemaligen Landgasthofes Tönnishäuschen ist auch die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass aufmerksam geworden. Sie stattete dem Verein „Kulturgut Samson“ einen Besuch ab.

Ortstermin in Tönnishäuschen: Ergül Aydemir, Franz-Josef Kröger, Gudrun Westhues, Annette Watermann-Krass, Ulrich Westhues und Christa Bücker (v.l.) im Gespräch mit Andreas Stapel (3.v.l.) und Willi Wienker (4.v.l.) vor der Alten Schänke. Foto: Christian WolffÜber die Pläne des Fördervereins „ Kulturgut Samson“ informierte sich am Montagnachmittag die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass in Tönnishäuschen. Gemeinsam mit einer Abordnung des Ortsvereins Nord-West-Vorhelm besuchte sie den Gebäudekomplex des ehemaligen Landgasthofes, in dem sich neben der Alten Schänke auch eine Poststation und eine Pferde-Deckstelle des Westfälischen Landgestüts Warendorf befunden haben.

„Schon als ich von diesem Projekt zum erstem Mal in der Zeitung las, fand ich es hochspannend“, bekannte die Landtagsabgeordnete. Kleine Orte, in denen es weder einen Supermarkt noch eine Gaststätte gibt, brauchten langfristig solche Zen­tren der Kommunikation. Mit Initiativen wie „Tönnis rockt“ oder dem „Hofkultour“-Fest habe Tönnishäuschen schon mehrfach gezeigt, über welches Potenzial die Bewohner verfügen. Diese Schubkraft, gepaart mit neuen Ideen für das historische Haus Samson, verdienten es, gefördert zu werden. „Ich würde das gerne unterstützen“, sagte sie.

Der Vorsitzende Willi Wienker erläuterte die Entstehungsgeschichte des Vereins, der sich am 30. November 2016 gegründet hat, um einen fast zehn Jahre währenden Dornröschenschlaf zu beenden. „Wir haben den Namen ,Kulturgut Samson‘ gewählt, weil wir zum einen deutlich machen wollen, dass hier ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte gerettet und wiederbelebt werden soll. Zum anderen wollten wir auch den Namen der Pächterfamilie Samson, der sich bei den Menschen über 200 Jahre lang als Synonym für diesen Ort eingeprägt hat, erhalten.“ In nur drei Monaten die Marke von fast 100 Mitgliedern zu erreichen, hätten die Gründer kaum erwartet. „Es motiviert uns natürlich“, hielt er fest.

Kassierer Ralf Budt verwies auf den besonderen Standort an zwei uralten Handelswegen, Friesenstraße und Hellweg. „Mit dieser historischen Stätte sind nicht nur in Tönnishäuschen viele Geschichten und Erinnerungen verbunden.“ Auch im Umland sei der Ort bis heute ein Begriff. Vor dieser Kulisse einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, selbstgebrautes Bier oder selbstgebackenes Brot anzubieten, Konzerte und Ausstellungen zu veranstalten, sind nur einige der Ideen für die Zukunft.

„Wir wollen nicht in Konkurrenz zu den umliegenden Restaurants treten“, betonte Willi Wienker, dass der Verein „mit Sicherheit keine Tagesgastronomie“ stemmen wolle und könne. Der wichtigste Schritt sei zunächst der Erwerb der Anlage. Die gräfliche Eigentümerfamilie von Schall-Riaucour habe Entgegenkommen signalisiert und stehe in engem Kontakt zum Vorstand.

Im Schankraum der Alten Schänke Samson erörterten Vertreter der SPD und des „Kulturgut“-Vereins die Möglichkeiten des ehrgeizigen Projekts in Tönnishäuschen. Foto: Christian WolffAnnette Watermann-Krass riet den Verantwortlichen, ihr Konzept, das sich zum Teil bereits in der Satzung widerspiegelt, genau zu formulieren, um mögliche Förderer davon zu begeistern.


Ich würde das gerne unterstützen.

Annette Watermann-Krass


Dabei nannte die Landespolitikerin auch eine Reihe von Stiftungen, die gerade solche Projekte in den Fokus nehmen. Wienker erklärte, das bis spätestens Juni dieses Jahres ein genaues Aufmaß vorliegen soll, in dem die Nutzung sämtlicher Gebäudeteile festgeschrieben wird.

Watermann-Krass erinnerte in diesem Zusammenhang an die Initiative, die vor Jahren in Sendenhorst für den Erhalt des Hauses Siekmann gesorgt hat. „Sprechen Sie mich ruhig an, wenn Sie Fragen haben“, sagte die Abgeordnete. „Ich werde das Ganze auf jeden Fall im Blick behalten.“

 

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

 

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