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Löschzug Vorhelm: Raphael Eustermann wechselt in die Zugführung

Geschrieben von Heiner Klostermann

34 Aktive, 38 Einsätze, 2430 Übungsstunden, 4200 Kilometer: Der Feuerwehr-Löschzug Vorhelm legte bei seiner Jahresdienstversammlung Zahlen vor. Funktionsträger und Geehrte: Wachleiter Walter Wolf, Ortsausschuss-Vorsitzender Hubertus Beier, Raphael Eustermann, Martin Förster, Christian Armborst, Ron Kunze, Damon Fuchs, Moritz Rose, Julius Schlautmann, Sebastian Krainski, Steffen Hoppe, Zugführer Hubertus Heimann, Niklas Hoppe, Christoph Faust und Ehrenstadtbrandmeister Herbert Faust (v.l.). Foto: Christian WolffSeit sieben Jahren kümmerte sich Raphael Eustermann um den Feuerwehr-Nachwuchs im Hellbachdorf. „Und das mit Erfolg“, wie Zugführer Hubertus Heimann am Freitagabend bei der Jahresdienstversammlung angesichts der großen Zahl junger Kameraden betonte. Jetzt wechselt Eustermann in die Zugführung, da Sebastian Schröer aus beruflichen Gründen etwas kürzertreten muss. Die Jugendfeuerwehr-Gruppe wird künftig gemeinsam von Tim Schlautmann und André Lenger geleitet.

Zu den Ehrengästen, die sich im Gerätehaus an der Augustin-Wibbelt-Straße versammelt hatten, gehörten Ehrenstadtbrandmeister Herbert Faust, Hermann Schwarte als Chef der Alters- und Ehrenabteilung und der Ortsausschussvorsitzende Hubertus Beier. Die Ahlener Wehrführung vertraten Walter Wolf und dessen Stellvertreter Christoph Faust.

„Einsatzmäßig war das Jahr 2016 wesentlich ruhiger als 2015“, bilanzierte Hubertus Heimann. „Wir waren 38-mal gefordert.“ Im Detail gab es fünf Brandeinsätze, 33 technische Hilfeleistungen und zwei Brandsicherheitswachen für die Vorhelmer. „Insgesamt wurden dabei 2430 Stunden geleistet – Übungsstunden für Lehrgänge sind allerdings nicht miteingerechnet.“ Zu den signifikantesten Einsätzen gehörten der Brand einer Dachabdeckung im Dorfkern und ein schwerer Verkehrsunfall nahe Tönnishäuschen. Martin Förster zeigte dazu ein paar Fotos aus dem Jahresverlauf. Dazu gehörten auch viele angenehme Ereignisse wie der „Tag der offenen Tür“ und ein Ausflug nach Hannover.

Derzeit besteht der Löschzug Vorhelm aus 34 aktiven Kameraden, sieben aktiven Jugendfeuerwehrleuten und 17 Mitgliedern der Ehrenabteilung. „Bei den Dienstabenden lag die Beteiligung durchweg bei 50 Prozent“, lobte der Zugführer. Dank der internen Statistik von Josef Pieper und Martin Förster konnte zudem ermittelt werden, dass die Wehrfahrzeuge im Vorjahr 4200 Kilometer zurückgelegt haben.

Der Kassenbericht, den Sebastian Schröer präsentierte, zeigte neben der von den Mitgliedern attestierten „sauberen Buchführung“ eine kleine Besonderheit auf: „70 Prozent der im Jahresverlauf gekauften Getränke waren alkoholfrei.“ Womit ein weitverbreitetes Vorurteil revidiert sein dürfte, was er mit Augenzwinkern hinterherschob. Wiedergewählt in den Zugvorstand wurden schließlich Peter Thegelkamp und Tim Schlautmann. Raphael Eustermann wird seinen Wechsel in die Löschzugführung am Florianstag dingfest machen. Noch einmal ergriff er im Namen der Jugend das Wort und hob besonders Julius Hackenjos und Niklas Hoppe hervor, die 19 von 22 Dienstabende besucht haben und damit am häufigsten anwesend waren. Dann richtete er sich an alle: „Danke für die tollen Jahre mit euch.“

In seinem Grußwort dankte Wachleiter Walter Wolf neben den aktiven Kameraden auch den politischen Parteien, die durchweg hinter der Feuerwehr stünden und sie an vielen Stellen unterstützten. „Diese Versammlung macht Spaß“, hielt er fest. „Wir sehen hier viele junge Gesichter. Und wir sehen auch, dass nicht nur der klassische Handwerker bei der Feuerwehr gebraucht wird.“ Ganz unterschiedliche Sparten seien hier vertreten.

Und auch Walter Wolf hatte Zahlen parat: „Für den Ahlener Rettungsdienst war 2016 ein Rekordjahr. Wir haben so viele Patienten transportiert wie noch nie.“ 12 000 Einsätze seien zusammengekommen – und dadurch ein Umsatz von 3,5 Millionen Euro.


Wir sehen, dass nicht nur der klassische Handwerker bei der Feuerwehr gebraucht wird.

Wachleiter Walter Wolf


Im Namen des Ortsausschusses richtete sich auch Hubertus Beier an die Kameraden. Er betonte, dass es ihm ganz lieb sei, wenn die Rolltore des Gerätehauses geschlossen sind. „Das bedeutet nämlich, dass nichts Schlimmes passiert und Vorhelm sicher ist.“ Dennoch sei die Arbeit der Wehr, die auch im Dorfleben eine zentrale Rolle spiele, nicht genug zu würdigen. Eine Spende überreichte er schließlich der Jugendfeuerwehr.

Im nächsten Jahr steht erneut ein Personalwechsel ins Haus: Zugführer Hubertus Heimann wird sein Amt nach fast zwei Jahrzehnten übergeben.

Ahlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

 
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