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Bravouröse Leistung des Blasorchesters

Geschrieben von Heiner Klostermann

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Sonntagabend die Pfarrkirche St. Pankratius in Vorhelm. Das Blasorchester des Musikvereins zeigte erneut Spitzenleistungen und machte bereits Appetit auf sein Frühjahrskonzert 2017.

In der illuminierten Atmosphäre von St. Pankratius bot das Blasorchester des Musikvereins Vorhelm in bravouröses Konzert, das viel Applaus fand. Das Gotteshaus war voll besetzt. Foto: Ralf SteinhorstAuch bei der sechsten Auflage des Weihnachtskonzerts in der St.-Pankratius-Kirche blieb das Blasorchester Vorhelm seiner Devise treu, nicht nur musikalisch, sondern auch atmosphärisch anspruchsvoll zu sein. Am Sonntagnachmittag war das Innere der Kirche feierlich in ein dezentes rotes Licht eingetaucht. Aber nicht nur das: Eine Spiegelkugel projizierte einen Sternenhimmel in den Altarraum; ein langsam wandernder Sternenhimmel wurde so im Kirchenschiff erzeugt.

Es weihnachtete sehr. Symphonisch aufgelegt war das Blasorchester, das allerdings zu Beginn nicht nur Weihnachtliches für die Ohren bot. Mit Grund: „Wir haben schon einige Stücke aus dem kommenden Frühjahrskonzert gespielt“, machte Orchesterleiter Norbert Hennenberg bereits Appetit auf das Konzert am 1. April 2017 in der Stadthalle. Für dieses Konzert können bei Guido Keil, dem Vorsitzenden des Musikvereins Vorhelm, schon jetzt Karten geordert werden.

So begann das Orchester zunächst mit der „Symphony du Te Deum“ von Micheal Richard Delalande. Die „Third Suite“ von Robert Jager hatte es dann in sich: Marsch, Walzer und Rondo mit eher untypischen Takten meisterte das Orchester bravourös. Zuvor hatten die Konzertbesucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus mit dem ersten Weihnachtslied ihren Einsatz. Es sollte nicht der letzte sein.

Pastor Michael Kroes beschäftigte sich mit dem Faktor Zeit – dem Thema „Uhr“. Foto: Ralf SteinhorstPfarrer Michael Kroes hatte sich für den besinnlichen Wortbeitrag den Text „Wo die Zeit zu finden ist“ von Altbischof Franz Kamphaus ausgesucht. „Wir leben nach der Uhr, unser Leben ist an die Uhr gebunden“, führte der Pfarrer das Dilemma der Neuzeit aus – „gerade auch in der Adventszeit“. Das Leben werde zum Programm. Erst mal eingeschaltet, läuft es ab wie ein Uhrwerk. Allerdings: Man könne mit der Zeit auch das Beste machen. „Wir können anderen Menschen unsere Zeit schenken“, schlug der Geistliche vor.

Dr. Franz Killmann schenkte den Konzertbesuchern dagegen das Cantabile „For You“, indem er es vom Orgelstück in ein Stück für Bläser umschrieb. Er selbst begleitete auf der Orgelbühne Ute Bienengräber-Killmann (Waldhorn), Benjamin Jäger (Trompete) und Jens Michaelis (Posaune) an der Orgel. Dass auch ein weihnachtliches Folk-Punk-Stück der „Pokes“ zahm klingen kann, bewies das Orchester später beim „Fairytale of New York“.

Zum Ende schloss das Weihnachtspotpourri „Weihnacht in aller Welt“ fast das Konzert ab. Stehende Ovationen machten allerdings die Zugabe „I‘m Dreaming of A White Christmas“ fällig.

Die Spendensammlung an den Ausgängen fließt ein weiteres Mal in die Anschaffung wetterfester Jacken, mit der die Musiker ausgestattet werden sollen. Schon vor dem Konzert traten die Bläser-AG und die neugegründete Blockflöten-AG des Musikvereins im Pfarrheim auf. Dort spielten sie weihnachtliche Melodien zu Kaffee und Kuchen.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Ralf Steinhorst

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