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Kicker hämmern statt grätschen

Geschrieben von Memi

Die Fußballer der ersten Mannschaft von Tus Westfalia Vorhelm jagen nicht immer dem runden Leder hinterher. Erst neulich haben sie Fußballschuhe gegen Werkzeug eingetauscht. Die Erzeugnisse werden am Edeka-Supermarkt verkauft. Vom Erlös profitieren die kleinen Patienten der Kinderklinik.

Vom Erlös ihrer Bastelaktion kauften die Vorhelmer 2015 Geschenke für die Patienten der Ahlener Kinderklinik.Vom Erlös ihrer Bastelaktion kauften die Vorhelmer 2015 Geschenke für die Patienten der Ahlener Kinderklinik. Dieses Jahr ist dies erneut geplant.

Oliver Albrecht dreht vorsichtig die Schrauben in das Holz, Marcel Milleville bohrt ein kleines Loch in einen Klotz. Die anderen Mitspieler schleifen, flexen und pinseln. Alles unter den kritischen Augen von Trainer Dennis Averhage, der mit einem Augenzwinkern gesteht: „Man sieht, dass die Jungs nichts mit Handwerk am Hut haben.“ Dafür lässt sich das Ergebnis schon jetzt sehen. „Da sind wirklich tolle Sachen dabei“, lobt Averhage seine Schützlinge.

Normalerweise sprinten und grätschen Vorhelms Fußballer über den Platz und sammeln fleißig Punkte in der Kreisliga A. Nur nicht an diesem Tag. Das Team verwandelt die Kabine in eine Werkstatt, schneidet, ölt und schleift das Holz. „Am Samstag, 3. Dezember, werden wir die Weihnachtsdekoration am Edeka in Vorhelm verkaufen“, erklärt Averhage. Dazu gehören kleine und große Holzsterne sowie Teelichter in Klötzen.

Ein Teil des Erlöses geht in die Mannschaftskasse, der andere Teil wird wie im Vorjahr gespendet. „Wir wollen erneut Geschenke und Kuscheltiere für die Kinder kaufen, die über Weihnachten im Krankenhaus liegen“, so Averhage. „Wir haben vergangenes Jahr gesehen, wie toll das war. Es gab viele positive Rückmeldungen.“ Mit der großen Bitte: Macht es noch einmal. „Machen wir gerne“, lässt sich der gelernte Tischler Averhage nicht ein zweites Mal bitten. „Aber ich muss schon genau hinschauen, was die da verzapfen“, flachst der Trainer, der die meisten Materialien besorgt und vorbereitet hat. „Wenn ich nach der Leistung beim Handwerken aufstellen müsste, hätte ich nur Ersatzspieler dabei.“

Gut, dass es bei dieser Aktion vor allem auf die Geste ankommt. „Die Jungs haben alle richtig Spaß, sind eifrig dabei. Das finde ich super“, lobt Averhage, der sich in den kommenden Tagen mit der Kinderklinik in Ahlen in Verbindung setzen will, um die Überraschung für die Kleinen zu planen. Am kommenden Samstag, 26. November, steht der zweite Werktag am Clubhaus in Vorhelm an. „Ich bin gespannt, wie viel in diesem Jahr bei der Aktion herumkommt“, freut sich Averhage schon. 2015 waren es 500 Euro. „Das war schon enorm viel“, weiß der Trainer, dass sich die Mühe aller Beteiligten lohnt.

Ahlener TageblattBericht: Ahlener Tageblatt

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