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Ganz schön heiße "Eiszeit"

Geschrieben von Heiner Klostermann

Gala-Prunksitzung der KG Klein-Köln in Vorhelm

Bühnenbilder, Tänze und Wortbeiträge – alles aus eigenen Reihen: Dadurch zeichnet sich die KG „Klein-Köln“ seit jeher aus. Bei der Gala-Prunksitzung füllten die Vorhelmer Narren das Motto „Eiszeit“ auf kreative Art mit Leben.

gala prunksitzung 2016 klein koelnDer Sitzungspräsident hatte nicht zu viel versprochen: „Wir kommen von einem Höhepunkt zum nächsten. Ich weiß gar nicht, wie man das jedes Mal noch steigern kann“, sagte Detlef Kahl, als bereits die ersten Glanzlichter der Gala-Prunksitzung von „Klein-Köln“ die rund 450 Besucher erhitzt hatten. Das Ganze ließ sich steigern, bis es schließlich niemanden mehr auf dem Sitz hielt.

Diesmal tummelten sich vor allem Eisbären, Schneemänner und Frostfeen unter den Gästen. Das Motto „Eiszeit“ füllten die „Klein-Kölner“ gekonnt mit Leben, wobei währenddessen niemand frieren musste. Angesichts knackiger Gardemädchen und muskulöser Gardisten ging es heiß her unter den Scheinwerfern. Die passenden Rhythmen lieferte die bewährte „Kapelle Arnemann“. Über allem thronte ein großflächiges Bild mit den Protagonisten aus den „Ice-Age“-Filmen. Da hatte sich zu „Manni“ und „Sid“ sogar der Kobold „Simplicissimus“ gesellt.

Wie immer haben die Vorhelmer Karnevalisten ihr vierstündiges Abendprogramm im Festzelt am Gasthaus Pelmke vollständig aus eigenen Reihen gestanzt – und sich dabei erneut so kreativ gezeigt, dass regelmäßig ein staunendes Raunen durch die Reihen des Publikums zog.

Eher leise war der Auftakt mit dem Mottogedicht des Kegelclubs „Die Streichhölzer“, die sich nach den Worten von Peter Wiethaup nach zehn Jahren von der Bühne verabschieden wollen. Der Redner vermisste vor allem den neuen Bürgermeister Dr. Alexander Berger und mahnte: „Nächstes Jahr ist er hier – und nicht nur zu den Wahlen.“ Detlef Kahl stieß ins gleiche Horn und warnte das Stadtoberhaupt, es nicht so zu halten wie Vorgänger „Benne“, den er „in den letzten acht Jahren nicht ein einziges Mal bei dieser Gala gesehen“ habe. „Das 80-Jährige von PPP kann ja wohl kein Grund sein . . .“ Sei‘s drum.


 

Showtänze in dieser Ausstattung und Qualität sind in Ahlen einmalig.     (Sitzungspräsident Detlef Kahl)


 

Dafür kam närrischer Besuch aus Ahlen. Stadtprinz Ralf I. (Doodt) entpuppte sich als bekennender Fan des Vorhelmer Karnevals und lobte, mit welchem Aufwand Dekorationen und Programmpunkte sowie die musikalischen Beiträge auf die Beine gestellt werden. Keine Frage: Die Unterstützung bei der Stadtübernahme ist ihm sicher. Carla Labus stieg zuvor als Clown in die Bütt und berichtete über die Wehwehchen ihres Mannes. „Meine Familie ist aufgebaut wie ein Staat“, verriet sie. Der Nachwuchs stelle Ministerämter, doch ihr Mann repräsentiere das Volk. „Er muss immer alles zahlen.“

gala prunksitzung 2016 klein koeln 2Tosenden Applaus ernteten dafür die Tanzgarden. „Showtänze in dieser Qualität und Ausstattung sind in Ahlen einmalig“, lobte der Sitzungspräsident. Hellbachfunken, Hellbachnixen und Hellbachsterne zeigten sich sportlich fit. Überraschend: Da kann auch die Prinzengarde mithalten. Ihr „Baumeister-Tanz“ in Unterhemd und Blaumann war mit akrobatischen Einlagen gespickt. Marvin Brüggemann flog mehrfach durch die Luft, was vor allem die weiblichen Zuschauer zum Jubeln und Pfeifen animierte.

Die Hellbachhexen mischten Schwarzlichttanz mit tollen Kostümen. Als ob das nicht mehr zu steigern wäre, bewiesen später auch die Hellbachkrähen, dass sie es drauf haben. Sie entführten zunächst in den Wilden Westen, wo sich Karsten Winter als „Bayerisches Cowgirl“ und Bardame empfahl – und wenig später ebenfalls durch die Luft wirbelte. Wie schon die Vorgängertruppen ging‘ s auch hier nicht ohne Zugabe.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

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