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Pastor Ludger Schlotmann verlässt Vorhelm

Geschrieben von Heiner Klostermann

Mit der Nachricht, dass er Vorhelm den Rücken kehren werde, überraschte Pastor Ludger Schlotmann am Wochenende die St.-Pankratius-Gemeinde. Aus Krankheitsgründen könne er sein Amt nicht mehr ausführen, sagte er. Er gehe daher im Sommer als „zweiter Mann“ in eine Beckumer Gemeinde.

 

Pastor Ludger Schlotmann bleibt noch gut sechs Monate in der Pfarrgemeinde St. Pankratius. Danach wechselt er nach Beckum, aber nicht mehr in Leitungsfunktion. Foto: Ralf SteinhorstNur viereinhalb Jahre nach seiner Amtseinführung in Vorhelm verlässt Pastor Ludger Schlotmann die Pfarrgemeinde St. Pankratius wieder. Mit dieser Nachricht überraschte der Geistliche am Sonntag in der Messe. Hinter dieser Absicht stecken weder Streit noch Missgunst oder Unzufriedenheit, betonte er. „Meine Gesundheit erlaubt es mir nicht, das Amt in gewohnter Form weiterzuführen“, gab er als Grund an.

Bereits am Samstag fanden sich Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat zu einer außerordentlichen Sitzung im Pfarrheim ein, zu der Ludger Schlotmann eingeladen hatte. Dabei erläuterte der 59-Jährige den anstehenden Schritt. Um Gerüchten vorzubeugen, weihte er im weiteren Verlauf des Wochenendes ebenfalls die Vertreter der kirchlichen Verbände und Einrichtungen im Dorf ein. Die Nachricht verbreitete sich daraufhin wie ein Lauffeuer.

Seine Gemeinde zeigte sich am Sonntag sehr überrascht, aber auch in weiten Teilen verständnisvoll. Schließlich hat der Pfarrer seine gesundheitlichen Probleme nie verschwiegen und dennoch treu seinen Dienst geleistet. „Ich habe viele gute Leute in Vorhelm, die sich hier sehr engagieren, aber für mich ist es dennoch sehr anstrengend“, hielt Schlotmann fest. Er werde bald 60 und will sich keinem unnötigen Stress mehr aussetzen.

Seine Entscheidung, die ihm nach eigenem Bekunden nicht leichtfiel, habe er bereits im September mit dem Bistum besprochen. So wechselt der Pfarrer in diesem Sommer in die St.-Stephanus-Gemeinde nach Beckum, wo er der Kirche zwar weiter dienen, jedoch keine Leitungsfunktion mehr ausführen werde. Er werde dort „zweiter Mann“. 

Ob die St.-Pankratius-Gemeinde auch weiterhin eigenständig bleiben kann, bleibt noch abzuwarten.

az logoBericht: Christian Wolff, Ahlener Zeitung

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