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Keine Nachtabschaltung in Las Vegas

Geschrieben von Heiner Klostermann

  Ausverkauftes Festzelt: Die 65. Gala-Prunksitzung der KG „Klein-Köln“ entführte am Samstagabend über 400 Besucher ins leuchtend-verzockte Las Vegas. Die Hellbachhexen (vorn) und ihre Begleiter stürzten sich ins Abenteuer. Foto: Christian WolffGlücksspiel kann süchtig machen. Im Fall der KG „Klein-Köln“ sollte es sogar so sein. Die Vorhelmer Narren entführten ihre über 400 Gäste am Samstagabend nach Las Vegas, der Heimat von Casinos und überdimensionierten Leuchtreklamen. Die 65. Gala-Prunksitzung wurde zum ersten Höhepunkt der „Tollen Tage“ am Hellbachstrand.

 

Spielkarten, einarmige Banditen und flackernde Leuchtreklamen: Wer am Samstagabend das Festzelt am Gasthaus Pelmke betrat, tauchte ganz tief ein in die Glücksspielmetropole Las Vegas. Unter dem Logo der KG „Klein-Köln“ prangte diesmal die Silhouette jener Stadt mit den wohl meisten Casinos der Welt.

Bereits die „Streichhölzer“, der sagenumwobene Kegelclub von TuS-Westfalia-Boss Peter Wiethaup, brachte das Motto des Abends auf die Bühne – in Form eines Poker-Schlittens aus Pappmaché. Kein zugekauftes Programm, nur eigene Akteure und liebevolle Dekoration: Aus diesen bewährten Komponenten setzte sich der Erfolg des Vorhelmer Karnevals zusammen, bemerkte Wiethaup in seinem Mottogedicht.

Und auch bei der 65. Gala-Prunksitzung überzeugten sich davon die vielen Vertreter der Ahlener Karnevalsgesellschaften, Abordnungen aus der Politik und befreundeter Vereine. Sogar der Prinz aus dem rivalisierenden Enniger konnte sich der närrischen Anziehungskraft nicht entziehen, wenn er auch erst zu späterer Stunde auftauchte. Mit über 400 Besuchern war die Gala erneut restlos ausverkauft.

Die „Verbrüderung“ des karnevalistischen Adels pflegte das frischgekürte Vorhelmer Prinzenpaar Stephan I. Fährenkemper und Eva I. Berkemeier traditionell mit dem Frohsinnsbotschafter aus Ahlen. Stadtprinz Andreas I. Schürenkämper machte samt Gefolge, Garde und „Happy Trumpets“ seine Aufwartung. Der Ordenstausch war Ehrensache. „Auch wenn es Euch jetzt langweilt“, merkte Sitzungspräsident Detlef Kahl augenzwinkernd an.

In die Bütt stiegen diesmal zwei resolute Damen, die frisch aus Las Vegas heimkehrten. Schakkeline Bröckeltöns (Carla Labus) und Luise von der Werse (Heike Gebhardt) informierten sich erst einmal in der „AZ“ über das Geschehen in Vorhelm und Umgebung. An Nachtabschaltung denke man in Las Vegas nicht, hielten sie fest. Doch der Ahlener Bürgermeister habe eben andere Sorgen, meinte Schakkeline Bröckeltöns. „Benedikt soll eine Grubenlampe bekommen haben, damit er immer den Weg nach Hause findet.“

Aufgelockert wurde das Programm nicht nur durch die musikalischen Einlagen des Musikvereins Vorhelm, sondern wie immer durch zackige Gardetänze von Hellbachfunken und Hellbachnixen. Doch auch der Elferrat belegte, dass er tanzen kann – wenn auch auf gänzlich andere Weise als die jungen Damen.

Ex-Tollität André Kaldewei zeichnete einen Tag als Kindergärtner humorvoll nach. Kunststück, schließlich berichtete er aus dem eigenen Berufsleben. „Die Kinder müssen auch mal lernen, zu verlieren“, hat er festgestellt. „Die kommen alle aus Neubeckum. Sie werden also im Leben nicht viel erreichen.“

Leicht verändert hat sich nach jahrelanger Bildschirmabstinenz der „Flitterkönig“ Michael Schanze (André Kaldewei). Ohne seine gewohnte Haarpracht moderierte er in Vorhelm „Kinderquatsch“, eifrig unterstützt von dem sangesfreudigen Garde-Nachwuchs.

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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