Ahlen-Vorhelm Web Portal

Ahlen-Vorhelm

Alte Ladestr.26 ,
59227 Ahlen-Vorhelm

Stadt Ahlen 02382-590
info@ahlen-vorhelm.de

2012 war ein verrücktes Jahr

Geschrieben von Heiner Klostermann

Stehen hinter dem Löschzug Vorhelm: Ortsausschuss-Vorsitzender Hubertus Beier mit den Geehrten Christian Angsmann, Marcus Pieper, Jochen Wiechens, Moritz Rose, Stefan Schlautmann, Martin Förster und Marc Schlautmann sowie Wehrführer Walter Wolf und Löschzugführer Hubertus Heimann (v. l.).

Das Jahr 2012 verlief für den Feuerwehr-Löschzug Vorhelm sehr wechselvoll: Erst ging es Schlag auf Schlag, dann folgte eine lange Ruhephase. Die „Blauröcke“ wurden zu 34 Einsätzen gerufen. Bei der Jahresdienstversammlung zog die Führung ein Resümee: 13 Brandeinsätze, 21 technische Hilfeleistungen, 4800 gefahrene Kilometer und 2400 Dienststunden.

 

Als der Löschzug Vorhelm im Jahr 2011 doppelt so viele Einsätze absolvierte wie im Jahr 2010, schwante vielen Kameraden eine weitere Steigerung für das folgende Jahr. Doch 2012 wurde anders als erwartet: Zu Beginn ging es Schlag auf Schlag mit gleich mehreren Nachteinsätzen hintereinander. Und dann folgte eine lange Ruhephase. Im Herbst ging es dafür wieder rund, wie Zugführer Hubertus Heimann am Freitagabend bei der Jahresdienstversammlung statistisch belegte.

„Das war in der Tat ein verrücktes Jahr“, hielt Wachleiter Walter Wolf fest. Einiges sei hart an der Leistungsgrenze gewesen. „Man kann Feuerwehr-Einsätze eben nicht vorausplanen. Sie kommen, wie sie kommen.“ Dafür müsse man aufgestellt, ausgerichtet und ausgebildet sein. „Wir sind es zum Glück.“

Das aktuelle Wirken des Löschzugs Vorhelm fasste Wolf unter einem Motto zusammen: „Nicht mit Traditionen brechen, aber dennoch neues Gedankengut einbringen.“ Diese Haltung machte er optisch am sanierten Gerätehaus fest, und inhaltlich am Kameradschaftsabend: „Der Löschzug hat den Schritt gewagt, die alte Form des Feierns zu verlassen, und es einfach mal anders aufgezogen.“ Im Herbst gab‘s ein Oktoberfest, im Sommer folgt eine Feier unter freiem Himmel. Und zur Krönung der Sanierung bekommt die Wache an der Augustin-Wibbelt-Straße noch ein neues Portal.

„Zum Stichtag 1. Januar verfügte der Löschzug über 34 aktive Kameraden“, hielt Hubertus Heimann fest. Durch Wohnungswechsel, Austritt oder Überstellung in die Ehrenabteilung (Bernhard Tewes) müssen die Vorhelmer in Zukunft auf die Unterstützung von vier Kameraden verzichten. Außerdem vermeldete Heimann einige Personalwechsel. „Stefan Schlautmann, seit dem Jahr 2000 Chef der Maschinisten, wird von Martin Förster abgelöst“, erklärte er – verbunden mit der Übergabe eines Präsents. Ein solches erhielt auch Jochen Wiechens, der seit 1996 die Schriftführung innehatte und zum Letzten Mal das Protokoll verlas. „Du hast dein Amt mit preußischer Genauigkeit und immer verlässlich ausgeführt“, lobte der Zugführer. Die Nachfolge tritt nun Thomas Otterstedde an.

Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus elf Personen, wobei Moritz Rose von Betreuer Raphael Eustermann besonders hervorgehoben wurde: „Er war bei 28 von 29 Diensten mit dabei. Weiter so“, sagte er und überreichte ihm als Anerkennung einen Gutschein. Der frühere Zugführer Heinrich Schlautmann (Haarbach) kündigte an, dass er den Posten als Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung gesundheitsbedingt abgeben müsse. In der nächsten Sitzung werde es um seine Nachfolge gehen.

Für den Ortsausschuss sprach schließlich Hubertus Beier ein kurzes Grußwort, in dem er lobend hervorhob, dass der Löschzug nicht nur löschen kann, sondern zu Weihnachten auch in der Kirche singt. Mit der wie immer deftigen Beköstigung von Manfred Mader und Hermann Schwarte klang der Abend in kameradschaftlicher Runde aus.

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

Kategorie: