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Frieden: Aufgabe heute und morgen

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil

Volkstrauertag am Vorhelmer Ehrenmal
Im Anschluss an einen Gottesdienst zogen am Sonntagmorgen Abordnungen diverser Vorhelmer Vereine gemeinsam zum Dorfplatz, um an diesem staatlichen Gedenktag der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen zu gedenken. Die Gedenkrede hielt Alfons DeitertAlfons Deitert, Bataillonskommandeur im Allgemeinen Schützenverein Vorhelm, erinnerte in seiner Rede daran, „diesen wichtigen Tag nicht zu vergessen“.

Bei seinem einleitenden Zitat bediente sich der Redner der Worte des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: „Hunderttausend Tote, das ist eine Statistik. Aber einer, der fortgeht und nicht wiederkommt, das schmerzt – das ist viel mehr.“ Ein Zitat, das Alfons Deitert dafür benutzte, um auf „hunderttausend einzelne Schicksale und Familien“ hinzuweisen.

Außerdem betonte er: „Es waren aber nicht nur hunderttausend Tote, sondern über 120 Millionen Menschen, die in den beiden Weltkriegen Leben oder Gesundheit verloren.“ Gleichzeitig zeigte Deitert auf, dass auch heute nochMenschen bei kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Leben lassen müssen. „Ihrer gedenken wir heute – und sie müssen uns Mahnung zum Frieden sein.“

Die Generation, zu der er gehöre, habe all diese Not nie erfahren müssen. „Ich erschrecke jedoch, wenn ich immer häufiger feststellen muss, wie schnell man doch wieder bereit ist, Probleme durch Militäreinsätze lösen zu wollen. Wie schnell ein Krieg schon wieder zur ganz normalen Politik mit anderen Mitteln geworden ist“, so Deitert.

Mitglieder des Ortsausschusses legten einen Kranz niederAber nicht nur die Kriege, sondern auch die Integration ausländischer Mitbürger heute war Thema der Gedenkrede des Bataillonskommandeurs. „Viel miteinander zu reden, sich verständlich zu machen, berechtigte Anliegen mitzuteilen und gegenseitiges Verstehen suchen, das ist nicht nur das Gebot dieser Stunde. Vorurteile erst gar nicht aufkommen lassen, das tut not!“

Was man vor seiner eigenen Haustür tun könne? „Alle Menschen guten Willens gilt es zu sammeln, gleich welchen Geschlechts, gleich welcher Nation und ganz gleich welcher Religion. Alle Menschen guten Willens für die Sache des Friedens und der Freiheit zu gewinnen, damit uns Friede und Freiheit auf ewig erhalten bleiben, auch daran ermahnt uns der Volkstrauertag dieses Jahres.“

 

Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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