Ahlen-Vorhelm Web Portal

Ahlen-Vorhelm

Alte Ladestr.26 ,
59227 Ahlen-Vorhelm

Stadt Ahlen 02382-590
info@ahlen-vorhelm.de

Heimatverein: Kiowsky droht mit Austritt

Geschrieben von Christian Wolff

Ärger um geplante Neuorganisation des Vorhelmer Volkstrauertags / Ultimatum an Vorsitzenden gestellt

Kleine Mitteilung – große Wirkung: Unter dem Titel „Schützenverein übernimmt Volkstrauertag“ war in der "Ahlener Zeitung" zu lesen, dass eine Neuorganisation der traditionellen Gedenkveranstaltung in Vorhelm vor der Tür steht. Der damalige SV-Vorsitzende Josef Pöppelmann und Willi Wienker (r.) bei der KranzniederlegungDer Allgemeine Schützenverein möchte die Federführung vom Heimatverein übernehmen, so war es auch im „Schützenbrief“ – ein internes Informationsblatt der „Grünröcke“ – nachzulesen. Inzwischen gibt es deswegen Diskussionen.

Herbert Leifker, Heimatvereinsmitglied und bisheriger Mitorganisator des Vorhelmer Volkstrauertags, ist mit dieser Änderung nicht einverstanden. Er wirft dem Schützen-Vorsitzenden Ralf Kiowsky vor, die Übernahme aus parteipolitischen Gründen zu forcieren. Anlass sei der Kommunalwahlkampf im vorigen Jahr gewesen, schreibt Leifker in einem Leserbrief. „Der Vorsitzende des Heimatvereins hatte Dr. Gerd Willamowski, damals Bürgermeisterkandidat der SPD, eingeladen, die Rede zum Volkstrauertag zu halten.“ Dies habe Kiowsky, damals noch Mitglied im Heimatvereins-Vorstand sowie bereits CDU-Ratsmitglied, nicht gepasst. Leifker berichtet, Kiowsky sei „außer sich vor Wut und Erregung“ gewesen und hätte lieber Bürgermeister Benedikt Ruhmöller am Rednerpult gesehen. Leifker: „Herr Kiowksy zweifelte an, dass der Heimatverein überhaupt in der Lage ist, geeignete Redner auszusuchen.“

Auf Nachfrage der reagierte der Schützen-Vorsitzende mit Unverständnis. „Ich verstehe nicht, was Herbert Leifker da geritten hat“, sagt Kiowsky. Der Vorwurf, die Neuorganisation erfolge aus parteipolitischen Interessen, sei „an den Haaren herbeigezogen“. Außerdem habe er das Gefühl, dass es in der Diskussion mehr um seine Person als um die Sache geht. „Ich muss das nicht machen. Wir haben in der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände darüber gesprochen, warum es sinnvoll ist, die Organisation des Volkstrauertags an den Schützenverein zu übergeben. Außerdem war es bei den letzten Versammlungen vom Heimatverein und vom Schützenverein, in denen Herbert Leifker Mitglied ist, ein Thema. Was soll also jetzt diese Diskussion?“

Ursprünglich sei sogar angedacht gewesen, die Interessengemeinschaft mit der Gedenkfeier zu betrauen, da darin alle Vereine „unter einem Dach“ sind. Kiowsky: „Davon sind wir aber abgekommen, weil der Schützenverein auch in der Tradition des aufgelösten Kriegervereins steht – und damit einen sehr engen Bezug zum Volkstrauertag hat.“

Inzwischen hat Ralf Kiows­ky dem Vorsitzenden des Heimatvereins, Willi Wienker, ein Ultimatum gestellt: „Ich fordere ihn in seiner Funktion als Vorsitzender des Heimatvereins Vorhelm unmissverständlich auf, in dieser Angelegenheit klar Stellung zu beziehen.“ Der Schützen-Vorsitzende findet ebenfalls deutliche Worte und wünscht sich bis spätestens Sonntag, 3. Oktober, eine Richtigstellung dieser Angelegenheit samt Entschuldigung in öffentlicher Art und Weise. „Sonst bin ich gehalten, aus dem Heimatverein Vorhelm auszutreten.“

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

Kategorie: