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Roland Tresp: "Jede Minute stellt ein erhöhtes Risiko dar"

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil

Beim plötzlichen Herzstillstand geht es um MinutenLöschzug Vorhelm lud fördernde Mitglieder ein / Rettungsdienstbeauftragter hielt spannenden Vortrag zum plötzlichen Herztod

Der Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Vorhelm, Hubertus Heimann, freute sich am Freitagabend über die zahlreichen fördernden Mitglieder, die der Einladung des Löschzugs zur Augustin-Wibbelt-Straße ins Feuerwehrgerätehaus gefolgt waren.

Die Veranstaltung, die bereits zum dritten Mal stattfand, wolle der Löschzug dafür nutzen, zum einen Informationen mitzuteilen, zum anderen aber auch, „um den Einwohnern des Wibbeltdorfs und den ortsansässigen Unternehmen für die geleisteten Finanz- und Sachspenden zu danken“, betonte Heimann.

Anschließend war es Roland Tresp, Rettungsdienstbeauftragter der Feuerwehrhauptwache Ahlen, der in seinem rund einstündigen Vortrag schwerpunktmäßig das Thema des plötzlichen Herztods in Verbindung mit dem Automatischen Externen Defibrillator (AED) behandelte. „Normalerweise empfehle ich Ihnen in jedem Fall vor dem Anwenden von Erster Hilfe immer den Notruf mit der Nummer 112 zu wählen“, richtete sich Roland Tresp an die interessierten Zuhörer. „Da aber die Zeit, in der bei Schlaganfällen und Herzinfarkten jede vergangene Minute ein erhöhtes Risiko darstellt, ein wichtiges Thema ist, sollte sich jeder von Ihnen sicherer fühlen, wenn er mit Erster Hilfe vertraut ist“, so Tresp.

Vom plötzlichen Herztod sind bundesweit etwa 130.000 Menschen im Jahr betroffen, erläuterte der Redner. Ein „frisches Kammerflimmern“ sei der Grund dafür, dass es zu einer lebensbedrohlichen, pulslosen Herzrhythmusstörung komme, bei der in den Herzkammern ungeordnete Erregungen ablaufen und der Herzmuskel sich nicht mehr geordnet kontrahiert. „Unbehandelt führt das Kammerflimmern wegen der fehlenden Pumpleistung des Herzens unmittelbar zum Tode“, berichtete Tresp. Um dem entgegenzuwirken, gebe es den AED. Seit 2007 habe die Stadt Ahlen jährlich fünf Defibrillatoren für die Sportstätten im Stadtgebiet angeschafft. Die Turnhalle in Vorhelm gehörte dabei zu denjenigen Anlagen, die bei diesem Projekt als Erstes ausgerüstet wurden.

In diesem Zusammenhang ging Roland Tresp auf Herzdruckmassagen, kontrollierte Atemspenden und auch auf die Stabile Seitenlage ein. Die Zuhörer hatten außerdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen, selbst in diversen Übungen aktiv zu werden und sich außerdem mit dem Inventar eines Rettungswagens vertraut zu machen.


Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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