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Den tieferen Sinn der Kameradschaft erkannt

Geschrieben von Christian Wolff

Vorhelmer Schützen inthronisierten neue Regentenpaare / Stehende Ovationen für Pastor Honermann / Ehrungen und Beförderungen

Das ist nachweislich ein Novum in der 80-jährigen Geschichte des Allgemeinen Schützenvereins Vorhelm: Der Zeremonienmeister beendete die Inthronisierung nach Jung- und Kinderkönigspaar, um kurz darauf selbst gekrönt zu werden. Schließlich, erklärte Vorsitzender Ralf Kiowsky, könne Jerrit König sich selbst nur schlecht die Regentenwürde erteilen. Das Königspaar 2010 in VorhelmTrotz noch immer kühler Witterung kamen am Samstagnachmittag zahlreiche Besucher zur Zeremonie auf dem Dorfplatz im Schatten des Maibaums. Jerrit König ging in seiner Krönungsrede vor allem auf die Bedeutung von Kameradschaft und Freundschaft in der heutigen Zeit ein. „Es bereichert dich, wenn du einen Begleiter fürs Leben hast, der es dir ermöglicht, die kleinen und großen Dinge mit allen Sinnen zu erleben“, führte er aus. Mit einem Augenzwinkern berichtete er von seinen Erlebnissen mit „Schützenbruder Böhmy“, denn die beiden waren verzweifelt auf der Suche nach Fachleuten, die ihnen den zu eng gewordenen Hut austauschten oder spontan die unpassend gewordenen Schützenhosen umänderten – und das nur einen Tag vor Christi Himmelfahrt.

Bereits am Freitag waren beim Kameradschaftsabend die treffsichersten Schützen ausgezeichnet worden. Auch Ehrungen für besondere Verdienste und Beförderungen standen auf dem Programm.

Der Hofstaat 2010 in VorhelmBeim Preisschießen räumte Wolfgang Lübbecke mit 36 Ringen (35 nach dem Stechen) ab. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Heinz-Georg Harhues und Frank Herweg. Die Wandertafel des Kompanieschießens ging an die Königskompanie, die insgesamt 324 Punkte erkämpfte. Zweitbeste Gruppe wurde der Ballermannsclub (BMC), gefolgt von der zweiten Kompanie. Das Plakettenschießen entschied Heinrich Uthmann mit 36 Ringen für sich.

Stehende Ovationen erntete Pastor Hermann Honermann, dem bereits im Jahr 2004 der Orden für besondere Verdienste für den Schützenverein verliehen wurde. In diesem Jahr bedachte ihn der BMC mit einem Orden: „Ohne ihn wüssten wir sicherlich nicht, dass es in Vorhelm schon vor 330 Jahren Schützenfeste gegeben hat“, begründete Michael Richter die Auszeichnung. Der geehrte Geistliche war sichtlich gerührt und gab zu: „Ich fühle mich richtig wohl bei euch.“ Den Hubert-Angsmann-Gedächtnisorden erhielt Michael Wendt als „verlässlicher Helfer in allen Lebenslagen und Organisator im Verborgenen“. Ein weiterer Verdienstorden ging an Manfred Drügemöller – seit 1989 im Offizierscorps.

Schützenkönig und Königin bei den KindernZwar nahm der offizielle Teil diesmal knapp drei Stunden in Anspruch, aber die Zeit wurde den Schützen nicht zu lang – im Gegenteil. „Ich habe noch nie einen so lustigen Kameradschaftsabend erlebt“, zog Kiowsky am Ende eine zufriedene Bilanz.


Die Jubilare

 


60 Jahre: Robert Bendix, Heinrich Ohlmeier, Josef Rasche, Willi Scheffer.

 

50 Jahre: Wolf-Rüdiger Adler, Adolf Keseberg, Josef Pöppelmann.

 

40 Jahre: Hugo Angsmann, Alois Brückner, Willi Bücker, Alfons Große-Beikel, Franz-Josef Kröger, Gregor Woestmann, Friedhelm Zilken, Horst Zimmerling.

 

25 Jahre: Andrea Huesmann, Josef Witte, Theodor Wüller.

 

Jubelkönigspaare: Hubert III. Angsmann und Agnes III. Schmitz-Sudhoff (30 Jahre), Klaus I. Zellerhoff und Christa I. Schlautmann (25 Jahre), Aloys III. Hoppe und Magdalene I. Drügemöller (20 Jahre), Friedrich I. Eilert und Birgit I. Büttendorf (10 Jahre).

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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