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Wieder Leben im Zentrum

Geschrieben von Christian Wolff

Vorhelmer Vereine tagten / Voraussichtlich keine Teilnahme am Dorfwettbewerb

Viel Beifall erntete der endgültige Entwurf zur Neugestaltung der Grüninsel am „Wibbelt-Figurenbaum“. Wie mehrfach berichtet, hatten Heimatverein und Anwohner in Zusammenarbeit mit der Stadt Ahlen ein Konzept entwickelt, das am Donnerstagabend offiziell vorgestellt wurde. Was dabei überzeugte, ist der Spagat zwischen Nutzen und Kostenersparnis. Bis zum Herbst soll alles fertig sein, erklärte Friedhelm Köllermann als Sprecher der Augustin-Wibbelt-Straße.

Die Veranstaltung bei Pelmke war gut besuchtDie Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) arbeitete bei ihrer Mitgliederversammlung im Gasthaus Pelmke eine umfangreiche Tagesordnung ab. Dabei bildete der „Figurenbaum“ nur einen kleinen Teil.

Die Terminabstimmung wird von diesem Jahr an erstmals auch per Internet erfolgen, kündigte der Vorsitzende Josef Remmert an. Die IG gewann dazu Heiner Klostermann, der die Seite www.ahlen-vorhelm.de betreibt. Vereine können darauf ihre Angebote selbst einpflegen. Die gedruckte Version, betreut von Schriftführer Hubert Humbert, werde es selbstverständlich auch weiterhin geben, so Remmert.

Eine Teilnahme am Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ schließt der IG-Vorstand indes weiterhin aus – es sei denn, es findet sich eine Gruppe, die sich um die Ausrichtung kümmern möchte. „Wir sind weiterhin der Meinung, das System müsste geändert werden. In die Jury gehören Fachleute und Heimatfreunde, aber keine Politiker“, betonte der Vorsitzende. „Das jetzige Gremium nimmt Bewertungen mit der Stoppuhr vor.“

Mit der Auflösung des Vereins „Bürgerradweg Vorhelm“ (die „AZ“ berichtete) wird die Interessengemeinschaft bald um einen Verein ärmer, sagte Hubertus Beier. In seiner Funktion als Ortsausschuss-Vorsitzender blickte er schließlich auch auf die politischen Themen im Dorf. Das Thema „Repowering“ werde kontrovers diskutiert, es gebe klare Lager von Befürwortern und Gegnern. Auch die Diskussion um die Schließung des Kindergartens „Villa Winzig“ sparte Beier nicht aus. Positiv wertete er den Kauf des Geschäftshauses Heimann an der Pankratius­straße durch die Familie Budt: „Ich bin froh, dass damit im Dorfzentrum wieder Leben einkehrt.“Helmut Avermiddig (VdK) ging derweil mit den Stadtgärtnern hart ins Gericht, weil diese Bäume hinter dem Kriegerehrenmal gekappt haben. „Dafür müsste man sie schlagen – jeden Tag“, sagte er.

Drei runde Geburtstage beziehungsweise Jubiläen stehen in diesem Jahr an: 100 Jahre Brieftaubenverein „Sport“ (Bericht folgt), 90 Jahre TuS Westfalia Vorhelm und 80 Jahre Allgemeiner Schützenverein.

 

Vorhelm steigt bei „Ahlen putz(t)munter“ aus

An diesem Wochenende sind die Vorhelmer zum letzten Mal mit im Boot, wenn es heißt „Ahlen putz(t)munter“. Die Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) wird sich in Zukunft nicht mehr an der städtischen Reinigungsaktion beteiligen. Diesen Beschluss fasste das Gremium am Donnerstagabend einstimmig. Stattdessen planen die Vereine eine eigene Aktion zu einem „günstigeren Termin“, wie es hieß.

Die Gründe für den Ausstieg fasste IG-Chef Josef Remmert während der Versammlung zusammen: „Seit Jahren pochen wir darauf, den Termin für die Aktion in den April zu legen. Anfang März haben wir immer Pech mit dem Wetter.“ Entweder, sagte er, regnet es oder es schneit oder – wie zuletzt – die Aktion wird wetterbedingt komplett abgeblasen. Die Folge: „So bekommen wir keine Helfer“, so Remmert. Hubertus Heimann, Löschzugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr, berichtete, dass der Abbruch auch die Küchenkräfte der Hauptwache überrascht habe. „Es war alles vorbereitet.“ Unzufriedenheit herrschte unter den Vereinsspitzen auch darüber, dass es die Stadt nicht einmal fertigbringe, die Erbsensuppe zur Stärkung der Helfer nach Vorhelm zu bringen. „Da müssen sich Rentner ins Auto setzen, nach Ahlen fahren und das Essen holen“, beschrieb Josef Remmert. „Dabei tun wir doch was für die Stadt.“ Es müsste nach dem Motto „Eine Hand wäscht die andere“ laufen.

Auf Anfrage der Interessengemeinschaft habe die Stadt Ahlen mitgeteilt, dass ein späterer Termin für die Saubermach-Aktion nicht möglich sei, weil dann die Vegetation schon zu sehr ausgeschlagen sei und womöglich Bodenbrüter von den Müllsammlern gestört würden. „Das können wir nicht nachvollziehen“, erklärte der IG-Vorsitzende. „Die Stadt Beckum macht es später, Warendorf auch.“ Ulrich Westhues (SPD) ergänzte, dass in Münster erst in drei Wochen eine Müllsammelaktion stattfindet.

Hubertus Beier (Ortsausschuss) bestätigte, dass die Zahl der freiwilligen Helfer in den Vorjahren stark abgenommen habe. Die Feuerwehr – sonst die am stärksten vertretene Gruppe – hat für dieses Jahr ihre Teilnahme komplett abgesagt.
Josef Remmert schlug nach dem Einwand von Reiner Krimphove (KAB) vor, eine eigene Putzaktion in Vorhelm auf den Weg zu bringen – in Abstimmung mit dem Terminkalender der Vereine. „Dann gibt es keine Überschneidungen und wir haben die Chance, wieder mehr Leute für dieses Gemeinschaftsprojekt zu gewinnen.“

Am Samstag sind die Vorhelmer also – wenn auch mit schmaler Besetzung – noch einmal dabei. In der Herbstversammlung der IG VVV soll dann der erste eigene Termin für das Jahr 2011 festgelegt werden, beschlossen die Vereine.

Abstimmung: Kreuzhaus heißt jetzt "Am Pilz" / Winter-Baustopp beendet / Pflasterarbeiten

Der Begriff „Kreuzhaus“ war nur ein Arbeitstitel. „Wir möchten unterstreichen, dass es sich nicht um einen Sakralbau handelt“, sagte Josef Remmert mit Verweis auf die Baustelle im Dorfzentrum, wo ein multifunktionales Fachwerkhaus entsteht. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) hatte dazu aufgerufen, Namensvorschläge einzureichen. Am Donnerstag stellte er die Ergebnisse zur Abstimmung.

Lustige Ideen kamen zusammen: Von „Pilz-Häuschen“ und „Dorftreff“ über „Viergiebelhaus“ bis hin zur „Halt-Klause“ reichten dabei die Vorschläge. Einstimmig entschieden sich die Vereinsvertreter jedoch für den Titel „Am Pilz“. Die Reminiszenz an die frühere pilzförmige Haltestelle ist gewollt, denn der Begriff „Pilz“ ist nach wie vor gängig im Volksmund und sollte nicht „zwangsweise geändert“ werden. Hubertus Beier (Ortsausschuss) meinte zwar, man müsse „alte Zöpfe auch mal abschneiden“, stimmte letztlich aber auch für den geläufigen Namen. Die IG möchte außerdem in der Pflasterung einen Pilz einarbeiten lassen.

„Nach Ostern wird weitergebaut“, verkündete Willi Wienker (Heimatverein). „Der lange Winter hatte einen Baustopp nötig gemacht.“ Inzwischen sei aber die Fachwerkkonstruktion aus historischen Eichenbalken so gut wie fertig. „Das Aufbauen geht dann schnell“, so Wienker.

Ahlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

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