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Löschzug blickt auf "Jahr der Ölspuren"

Geschrieben von Christian Wolff

Vorhelmer Kameraden befördert / Wechsel beim Nachwuchs

Wenn ihn jemand fragt, was die drei wichtigsten Säulen im Vorhelmer Gemeindeleben sind, dann zählt Hubertus Beier ohne zu zögern auf: der Pastor, der Schützenverein und vorweg die Feuerwehr. Der Ortsausschuss-Vorsitzende brachte am Freitagabend auf den Punkt, wie wichtig der persönliche Einsatz eines jeden Kameraden für das Gemeinwohl im Wibbeltdorf nach wie vor ist.

Die Kameraden des Löschzugs VorhelmBei der Jahresdienstversammlung im Gerätehaus an der Augustin-Wibbelt-Straße überbrachten neben Beier auch Feuerschutz-Dezernent Klaus Muermans und Vize-Wehrführer Jürgen Fleuter einige Grußworte. Fleuter, der selbst ein „Eigengewächs“ des Löschzugs Vorhelm ist, grüßte im Namen von Wachleiter Walter Wolf, der sich derzeit im Kuraufenthalt befindet. Die hauptamtlichen Feuerwehrkräfte vertrat indes Ronald Pälmke. Zugführer Hubertus Heimann freute sich auch über den Besuch von Ehrenwehrführer Peter Brockmann, bevor er das Jahr 2009 aus Feuerwehrsicht bilanzierte.

 

„Es war ein recht ruhiges Jahr. Es gab nur drei kleinere Brände“, sagte Heimann. Einen größeren Teil des Einsatzgeschehens machte die Bekämpfung von Öl aus. „Ich glaube, 2009 wird als ,Jahr der Ölspuren‘ in unsere Geschichte eingehen.“ Mehr als ein Dutzend Mal rückten die Vorhelmer deswegen aus. Dass es dennoch ruhig blieb, solle den Zug aber nicht traurig stimmen, kommentierte Klaus Muermans später die Statistik. „Ich bin immer froh, wenn nichts passiert, was Menschen großes Elend bringt“, hielt er fest. Dass die Feuerwehr ihren technischen Standard halten kann, hofft er gerade mit Blick auf die kommenden Jahre, die durch die desolate Haushaltslage geprägt sind. „Es wird vieles nicht mehr möglich sein, was bislang selbstverständlich war“, verdeutlichte er.

Insgesamt zeigte sich Hubertus Heimann mit der Situation seines Löschzugs zufrieden, denn auch der Nachwuchs verzeichne Zuwachs. „Manchmal wäre natürlich eine noch höhere Dienstbeteiligung wünschenswert“, merkte er an. An Eigeninitative mangele es jedoch nicht. So erneuerten zwei Kameraden die Bänke am Gerätehaus. Heinrich Schlautmann und Ralf Vatterodt setzten sich für die Installation einer Rauchabzugshaube ein, die durch eine Spende der Firmen „S & F“ und „Tertilt“ letztlich verwirklicht wurde.

Bei der Jugendfeuerwehr gibt es in diesem Jahr einen Wechsel: Sebastian Schröer, der fünf Jahre lang den Nachwuchs betreute, übergibt den Staffelstab an Raphael Eustermann. Als Stellvertreter fungieren Heinrich Schlautmann und Kevin Fiehe. Die Ehrenabteilung hat durch Rolf Mersch und Franz-Josef Kröger Verstärkung bekommen. Einstimmig erfolgte wenig später die Wahl der Kassenprüfer Bernhard Tewes und Annika Löbau. Wiedergewählt wurden Martin Förster und Raphael Eustermann als Kameraden für den Zugvorstand. Keine Fragen offen ließ ein weiteres Mal das ausführliche Protokoll von Jochen Wiechens.

Nach all den Regularien wurde es Zeit für Beförderungen und Ehrungen, die alle Jahre wieder auch im Löschzug Vorhelm anstehen. Von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst als Feuerwehrmann wurden Christian Angsmann, Sebastian Krainski und Dominic Rajchl überstellt. Vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann wurden Thorsten Mader, Marcus Pieper und Michael Skurski-Beste befördert. Zum 1. Januar ist außerdem Markus Mader als Feuerwehrmann in den Löschzug Vorhelm eingetreten.

Ihren Sprechfunker-Lehrgang haben Thorsten Mader, Peter Thegelkamp, Christian Angsmann, Sebastian Krainski, Markus Mader, Kevin Fiehe, Dominic Rajchl, Tim Schlautmann, Marcus Pieper, Michael Skurski-Beste und André Papenkort erfolgreich absolviert. Feuerwehrleistungsabzeichen erhielten André Papenkort (Bronze), Peter Thegelkamp (Gold) und Sebastian Schröer (Gold auf blauem Grund).

Besondere Würdigungen erhalten regelmäßig diejenigen Kameraden, die überdurchschnittlich oft an den Dienstabenden oder Einsätzen teilgenommen haben. Somit wurden Martin Förster und Marcus Pieper zu „Feuerwehrmännern des Jahres“, da sie bei 22 von 23 Diensten mit von der Partie waren. Martin Förster fuhr außerdem 28 von 32 möglichen Einsätzen, so dass er obendrein auch noch den Titel „Feuerwehrmann der Einsätze“ erhielt.

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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