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Modellflieger: Schweizer für Tagessieg und weiteste Anreise geehrt

Geschrieben von Sebastian Schnurpfeil

30 Piloten bei der 7. Deutschen Meisterschaft im „Aircombat“ / Zuschauermagnet

Das ist der Beweis: Nicht nur Mantafahrer tragen Fuchsschwänze, sondern auch die Piloten von Modellflugzeugen. So geschehen am vergangenen Wochenende in der Bauerschaft Nienholt in Tönnishäuschen, als auf dem Gelände des Modellflugclubs Ahlen (MFC) die 7. Deutsche Meisterschaft im „Aircombat“ stattfand.

„Die Wetterbedingungen sind ideal, die Teilnehmer können sich voll und ganz auf das Wettkampfgeschehen konzentrieren“, befand der Vorsitzende des MFC, Dr. Ulrich Kund, mit Blick zum Himmel. Dass zahlreiche Piloten an ihrem Helm einen Fuchsschwanz als Symbol tragen, hat einzig und allein mit dem Titel des Wettkampfs zu tun. „Aircombat“ lautet dieser – und wird auch oft als „Fuchsjagd“ bezeichnet. Der Fuchsschwanz am Flugzeug – der übrigens in Wirklichkeit „Streamer“ heißt und aus einem zwölf Meter langen Band besteht – muss so lange wie möglich im Wettkampf mit den anderen Flugzeugen in der Luft in seiner ursprünglichen Form bestehen bleiben. Ziel eines jeden Piloten ist es nämlich, den „Streamer“ der Konkurrenten so nah wie möglich am Flugzeugheck abzutrennen. Ist das geschafft, schreit ein Schiedsrichter laut „Cut“ – und die Menge jubelt beim Anblick der spektakulären Luftgefechte.

Über 30 Piloten aus ganz Deutschland sind am Wochenende in Tönnishäuschen mit am Start. Schon in den Jahren 2004 und 2007 habe man auf diesem Gelände die Deutsche Meisterschaft im „Aircombat“ ausgeflogen, berichtet Dr. Ulrich Kund am Rande des Geschehens. Teilnehmer aus den Niederlanden seien zwar in diesem Jahr nicht vertreten, aber dafür habe man sich die Schweizer mit ins Boot geholt, führt der Vorsitzende des MFC aus, ehe er wieder seinen Blick gen Himmel richtet, wo die Modellflugzeuge alle eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erreichen. „Aus diesem Grund besteht auch für alle Aktiven eine Helmpflicht“, betont Dr. Ulrich Kund und freut sich, dass sich viele Teilnehmer eine Kopfbedeckung passend zu ihrem Flugzeugmodell ausgesucht haben. Neben Modellen mit den deutschen Nationalfarben tauchen auch Tarnkappen auf. Am Sonntagnachmittag wurde es dann noch einmal besonders spannend, als die Siegerehrung stattfand.

Vereinsvorsitzender Dr.Ulrich Kund (l.) ehrte die siegreichen TeilnehmerDoppelsieg für Rolf Heller

Der Vorsitzende des Modellflugclubs Ahlen (MFC), Dr. Ulrich Kund, musste am Sonntagnachmittag schmunzeln: „Jetzt haben wir schon wieder einen internationalen Deutschen Meister“, sagte er mit Blick auf den Tagesgewinner. Rolf Heller aus der Schweiz flog in diesem Jahr den Sieg ein und durfte nicht nur den internen Titel „weiteste Anreise“, sondern auch den größten Pokal mit nach Hause nehmen.

Bei der Siegerehrung der siebten Deutschen Meisterschaft im „Aircombat“, die das gesamte Wochenende über auf dem Fluggelände in der Bauerschaft Nienholt in Tönnishäuschen stattfand (die „AZ“ berichtete), gab es zahlreiche Rekorde zu vermelden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die zahlreichen Modelle, die von den Besuchern bestaunt wurden, bereits wieder auf den festen Boden des Fluggeländes begeben.

Auf den folgenden Plätzen des 36 Teilnehmer starken Pilotenfelds landeten die weiteren Finalteilnehmer Marco Schonfleisch, Andreas Tiedeken, Bernhard Schneider, Daniel Lux, Jürgen Richter und Dietmar Keinitz.

Die Meisterschaft habe insgesamt „einen sehr schönen Rahmen und tolles Wetter“ gehabt, bilanzierte Dr. Ulrich Kund im Anschluss an die Pokalverleihung. „Wir können uns gerne auf unserer Anlage zu einer weiteren Meisterschaft treffen“, führte Kund aus und stieß schließlich auf breite Zustimmung unter den Anwesenden sowie seinen MFC-Mitstreitern. Der Verein sei gerne Ausrichter gewesen.

Sebastian Schnurpfeil schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

 

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