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Schwüle Luft macht Übung unter Atemschutz zum Saunagang

Geschrieben von Christian Wolff

Löschzug Vorhelm probt gemeinsam mit Feuerwehr Neubeckum den Ernstfall

Vorhelm. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist wichtig, aber damit sie im Ernstfall tatsächlich funktioniert, sollte sie zuvor geübt werden. Der Löschzug Vorhelm pflegt daher seit vielen Jahren die Kooperation mit den Feuerwehrkameraden der benachbarten Gemeinden Enniger und Neubeckum. Im jährlichen Ortswechsel treffen sich die Aktiven zu gemeinsamen Einsatzübungen.

 Nach einer kurzen Lagebesprechung geht es zum EinsatzJetzt sind die Neubeckumer „Blauröcke“ an der Reihe, ins Wibbeltdorf auszurücken. Einsatzübung steht auf dem Dienstplan - mit allem, was dazugehört.

„Wir nehmen an, dass die Betriebshalle zur einen Hälfte im Vollbrand steht, zur anderen Hälfte verraucht ist“, erklärt Heinrich Schlautmann und deutet auf das Gebäude einer Firma im Gewerbegebiet Brink nahe der Hellbachhalle, während um ihn herum bereits Hektik herrscht. Schlautmann hat die Übung gemeinsam mit Martin Förster ausgearbeitet. Während sich die rund 40 beteiligten Wehrleute gegen 19.30 Uhr am Gerätehaus in Bewegung setzen, befinden sie sich bereits am vermeintlichen Einsatzort. Gemeinsam beobachten Schlautmann und Förster nun, wie die Beteiligten mit der Situation umgehen.

„Im verrauchten Teil der Halle liegen noch zwei vermisste Personen, Mitarbeiter der brennenden Firma“, verrät Förster. Aufgabe der Atemschutztruppe: Die Menschen müssen gerettet werden. Unterdessen werden Schläuche ausgerollt, die nächsten Hydranten ausgemacht und angezapft sowie die Zugänge zum Gebäude ausgelotet.

Schlautmann: „Da die brennende Halle direkt neben drei weiteren Betrieben steht, müssen diese geschützt werden.“ Das Übergreifen der Flammen auf die Firmen Steinkamp, Schulz und Braun sollen die Neubeckumer Wehrmänner erledigen. Zum Objektschutz gehört, die Dächer vollständig mit Wasser zu bespritzen, damit möglicher Funkenflug den Häusern nichts anhaben kann.

Endlich erleichterte Gesichter: Der erste Vermisste ist gefunden, wird aus der Halle getragen. Minuten später folgt die zweite Person. Unter der Atemschutzmaske sind die Wehrleute bei der Suche ganz schön ins Schwitzen gekommen. Als ob die schwüle Luft draußen nicht schon reichte.
Nach der erfolgreichen Übung hatten sich die Feuerwehrleute einen gemütlichen Abschluss mit Erfrischungen und gegrillten Würstchen - Manfred Mader und Hermann Schwarte sorgten für Beköstigung - sichtlich verdient.

Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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