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Andreas Niermann beendet Nervenprobe

Geschrieben von Christian Wolff
Vorhelmer Vogel fiel erst um 20.41 Uhr / Doppeljubiläum

Wenn Andreas Niermann heute seinen 50. Geburtstag feiert, hat er sich das schönste Geschenk bereits selbst gemacht:

Foto: Christian Wolff
Der neue König Andreas Niermann auf den Schultern seiner Kameraden
Er ist seit Christi Himmelfahrt neuer Regent im Allgemeinen Schützenverein Vorhelm. Um 20.41 Uhr beendete er mit dem 434. Schuss einen mehr als vierstündigen Kampf an der Vogelstange, der in seiner Endphase zu einer echten Nervenprobe für alle Beteiligten geriet.

„Das wird vor 20 Uhr nichts“, hatte Schießmeister Gerd Rüschenschmidt schon gegen 18 Uhr prophezeit. Zu diesem Zeitpunkt rechnete ein Großteil der Zaungäste angesichts des kümmerlich erscheinenden Vogelrests noch mit einer schnellen Entscheidung. Aber durch längere Schießpausen kam in Vorstandsreihen Sorge auf, ob überhaupt jemand die Nachfolge von An­dreas Demski antreten wollte.

Bei Schützen-Chef Ralf Kiows­ky war die Anspannung nicht nur sichtbar, sondern auch deutlich zu hören. Doch mit Frank Herweg, Andreas Heimann, Linus Hoppe, Thorsten Brockhues und Andreas Niermann kamen dennoch einige Königsaspiranten zusammen, denen die unglaubliche Härte des Vogels allerdings zu schaffen machte. Wohl um zu prüfen, ob der Adler nicht vielleicht einen Betonkern hat, feuerte sogar der Schießmeister in Richtung Kugelfang.

Während einige der Aspiranten nach mehreren Versuchen kapitulierten, blieb vor allem Andreas Niermann bei der Stange. Schließlich traten mit Thomas Glanemann und Dirk Siebert noch zwei weitere Schießwillige hinzu, die sich aber offensichtlich nicht mehr wirklich durchsetzen konnten.
Zuvor hatten die Insignienschützen ihr Werk vollendet.

 

 

Foto: Christian Wolff
Die Jungschützen regiert 2009 Franz Kösters
Ulrich Ikemann holte mit dem 48. Schuss die Krone herunter. Frank Thegelkamp landete einen Doppelerfolg: Er sicherte sich das Zepter mit dem 26. und den Apfel mit dem 81. Schuss. Der Stoß holte Josef Rehbaum mit dem 183. Schuss. Die linke Schwinge sicherte sich Michael Richter, die rechte Christoph Kaldewei. Vorhelms Jungregent stand bereits um 16.25 Uhr mit Franz Kösters fest, der sich Mara Ammertmann zur Königin wählte.

In dieselbe Zeit wie die Gründung der Bundesrepublik vor 60 Jahren fällt übrigens auch die Wiederbegründung des Vorhelmer Schützenvereins. Diesen Anlass würdigte der Vorsitzende sowohl bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal als auch bei einer Feierstunde gegen Mittag. Die Jungschützen feierten unterdessen ihr 40-jähriges Bestehen. Dazu waren Abordnungen aus Enniger, Beckum und Tönnishäuschen angetreten. Beim Gästevogelschießen räumte letztlich Beckum ab.

 

 Christian Wolff schreibt für Ahlen-Vorhelm Web Portal und die Ahlener Zeitung

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