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Gedenktafel mahnt zum Frieden

Vorhelm. Gut 180 000 Einwohner zählte die Grafschaft  Glatz, zu der 191 Städte und Dörfer gehörten,  vor dem Zweiten Weltkrieg. Sie alle mussten ihre Heimat  1946 zusammen mit vielen weiteren  Schlesiern und Ostpreußen verlassen. Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches im Mai 1945 war die Rote Armee in die Grafschaft einmarschiert und diese wurde wie ein Großteil der deutschen Ostgebiete  Polen zugeschlagen. Die Folge war eine oft grausame Zwangsvertreibung der dort lebenden Deutschen, wodurch die ehemaligen Glatzer  in ganz Deutschland verstreut leben.
Einer dieser Vertriebenen ist  Klemens Gründel, der bis zum Jahr 1946 in der Gemeinde Krotenpfuhl lebte und dann  seine Koffer packen  musste. Doch das hinderte ihn nicht daran,  weiter Kontakte zur  alten Heimat zu pflegen und sie 60 Jahre nach der Vertreibung zu einem ganz besonderen Anlass wieder  aufzusuchen. „Wir waren von Ende August bis Anfang September 2006 dort, um eine Gedenktafel für die Opfer der Vertreibung einzuweihen“, so Gründel, der die Tafel als „ein Andenken an das Deutschtum in Schlesien“ bezeichnete. An dem Gottesdienst zur Einweihung nahm er  mit einer 22-köpfigen Reisegruppe teil, zu der auch 16 Vorhelmer gehörten. Am vergangenen Sonntag nun traf sich die Reisegruppe im „Haus  Pelmke“, um noch einmal auf das Erlebte zurückzublicken, wobei auf Einladung des Heimatvereins auch viele interessierte Bürger das Angebot wahrnahmen.
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Martin Schneider, Heinz Piecha, Willi Wienker, Willi Bücker und Klemens Gründel (v.l.) mit einer Karte der Grafschaft Glatz
  Klemens Gründel informierte die Anwesenden  zunächst allgemein über die Region Glatz nahe der deutschen Grenze im heutigen Polen  und stellte die tief greifenden Veränderungen heraus, die diese im Moment erlebt.  „Aufgrund des Niedergangs des Bergbaus gibt es dort eine hohe Arbeitslosigkeit und Landwirtschaft wird  auch kaum noch betrieben.“  Höhepunkt des Treffens war jedoch ein Film,  der von einem Mitreisenden aufgenommen worden war und    der sehr gut die Stimmung während der Reise und vor allem auch bei der  Einweihung des Denkmals vermittelte. Ergänzend zeigte Heinz Piecha mehrere Dias von der Fahrt, bei  der unter anderem  eine Besichtigung der Stadt Glatz auf dem Programm gestanden hatte,  so dass am Ende auch jene Zuschauer, die selbst noch nie dort waren, sich buchstäblich ein  Bild machen konnten.
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