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Osterfeuer in Vorhelm

Geschrieben von Ralf Steinhorst

"Sündenkiste" ging in Flammen auf

Mit dem Holz des Osterfeuers wurden in Vorhelm auch in diesem Jahr wieder die „Sünden“ der diesjährigen Kommunionkinder verbrannt. Eine tatsächliche Missetat stieß den Messdienern der Pfarrei St. Pankratius als Organisatoren der Veranstaltung dagegen richtig übel auf. Unbekannte hatten neben Holz auch Müll auf dem Sammelplatz des Vorhelmer Sportgeländes hinterlassen.

In diesem Jahr waren es 14 Kommunionkinder, die die Osterflamme in einer windgeschützten Laterne von der St.-Pankratius-Kirche zu Fuß zum Sportplatz brachten. Die Osterkerze war am Ostersonntag an einem kleinen Feuer vor der Kirche entzündet worden. Mit auf den Weg genommen hatten die Kommunionkinder auch einen kleinen Koffer, die sogenannte „Sündenkiste“. In ihrer Vorbereitung hatten sie Beichtzettel geschrieben, die dann in den Koffer gesteckt wurden. Diesen übergaben sie dann den Flammen. „Die Kinder sind sichtlich erleichtert, dass ihre Sünden nun im Feuer sind“, beschrieb Pfarrer Michael Kroes augenzwinkernd den Moment der etwas alternativen Beichte. 

„Wir sind mit dem Besuch sehr zufrieden“, befand Mitorganisator Ulrich Lakenbrink bei einem Blick über den Platz. Die Messdiener hatten die Veranstaltung wieder gut vorbereitet. Ein Pavillon bot wetterfesten Schutz zum Sitzen, angeboten wurden Pommes Frites, Gegrilltes sowie Getränke. Dazu zählte auch ein alkoholfreier Punsch, der aber mit einem „Schuss“ aufgepeppt werden konnte. Die Feuerwehr Vorhelm sicherte das Geschehen mit einem Löschfahrzeug ab, musste aber nicht eingreifen. Die Erlöse flossen in die Kasse der Messdiener, die den Betrag unter anderem für Fahrten verwenden. Wer    wollte, durfte noch in den Korb von Pfarrer Michael Kroes greifen, der knallbunte Ostereier als Geschenk bereithielt.

Schon vor drei Wochen hatten die Messdiener das erste Mal das Holz aufgeschichtet, wenige Stunden vor Entzündung wurde es dann noch mal umgeschichtet, um Tiere zu verscheuchen, die es sich dort möglicherweise eingerichtet hatten. Großen Ärger bereiteten in diesem Jahr wieder die Müllabladungen unbekannter Bürger in der Zeit, wo der Holzscheit unbeaufsichtigt war. „Das ist sehr ärgerlich, zumal wir Messdiener diesen Müll dann selbst entsorgen müssen“, zeigte sich Messdienerleiter Steffen Avermiddig über das rücksichtslose Verhalten der Verursacher äußerst verärgert.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Ralf Steinhorst

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