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Zusatzschilder im Baugebiet Dornbreede

Geschrieben von Ralf Steinhorst

Im Baugebiet Dornbreede erinnern Zusatzschilder an Vorhelms wohl berühmtesten Bürger: Heimatdichter Augustin Wibbelt.

Zusatzschilder informieren über das Wirken Wibbelts: Christoph Wessels, Ludger Bach, Ludwig Schulze Everding, Dieter und Mechthild Massin, Herbert Leifker, Willi Bücker, Franz-Josef Kröger, Hildegard Latzel und Peter Fliegener (v. l.). Foto: Ralf SteinhorstFür viele Bürger sind die Bedeutungen der Straßennamen „Im versunkenen Garten“, „In der Waldklause“ und „Wildrups Hoff“ im Neubaugebiet Dornbreede nicht gerade geläufig. Und dennoch klingen sie so interessant, dass viele Menschen mehr über ihre Entstehung wissen möchten. Die Namensgebungen führen auf den Vorhelmer Heimatdichter Augustin Wibbelt zurück. Neue Zusatzschilder klären seit Freitag über die Hintergründen auf.

Im Jahr 2005 wurden für das damals in Entstehung befindliche Baugebiet „Dornbreede“ Straßennamen gesucht. Die Stadt Ahlen trat auf den Heimatverein Vorhelm zu, um Vorschläge zu erbitten, die dann auch übernommen wurden. „Dorftypisch haben sie einen Vorhelmer Bezug“, stellte Fachbereichsleiter Christoph Wessels bei der Enthüllung am Freitagmorgen fest.

Gegenüber vielen anderen Zusatzschildern im Stadtgebiet wird hier das Wirken von Augustin Wibbelt mit seinen Büchern beschrieben; bei anderen Straßen sind es in der Regel Personen. Daher sind hier die Beschreibungen im Wohngebiet „Dornbreede“ in ganzen Sätzen formuliert.

Vor drei Jahren war in Ahlen mit der Zusatzbeschilderung beim Dahlkeweg begonnen worden. Die Aktionen wurden immer auch von Dieter und Mechthild Massin begleitet, die mit „Ahlen wegweisend“ inzwischen ein Buch über die Thematik geschrieben haben. Beide waren am Freitag bei der Einweihung anwesend.

„Im versunkenen Garten“ ist eine Veröffentlichung Augustin Wibbelts aus dem Jahr 1946, in der er seine Lebenserinnerungen aufgeschrieben hat. In dem Werk verglich er sein Leben mit einem blühenden Bauerngarten, welchen er als Kind an seinem elterlichen Hof kennen- und liebengelernt hat.

Zu Lebzeiten brachte Augustin Wibbelt drei „Waldbruder“-Bücher heraus, die unter dem Namen „In der Waldklause“ erschienen. Die Märchen schildern die Erlebnisse des Waldbruders. Aber auch die Jagdhütte der Familie Wibbelt wird als „Waldklause“ bezeichnet. „Wildrups Hoff“ schließlich ist der Titel des zweiten plattdeutschen Buches von Augustin Wibbelt. Es erschien erstmals im Jahr 1900, dem weitere elf Auflagen folgten.

„Wir freuen uns nach der langen Vorlaufzeit, dass die Aktion zustande gekommen ist“, freute sich Heimatvereins-Schriftführer Peter Fliegener über die Neuinstallationen. Weitere Zusatzschilder sind nach Auskunft von Fachbereichsleiter Christoph Wessels ebenfalls für das Stadtgebiet in Planung. Konkret wollte er aber noch nicht werden.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Ralf Steinhorst

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