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Sperrvermerk: Schlagabtausch mit SPD

Geschrieben von Christian Wolff

Rund um die 15 000 Euro, die für die Grünpflege in Vorhelm vorgesehen sind, entstand am Dienstagnachmittag im Ortsausschuss ein heftiger Schlagabtausch zwischen der SPD und den übrigen Fraktionsvertretern.

Gudrun Westhues (SPD)15 000 Euro stehen für die Pflege der Vorhelmer Park- und Grünanlagen zur Verfügung. Das Geld war jedoch bislang mit einem Sperrvermerk versehen, der mit Beschluss des Ortsausschusses am Dienstagnachmittag aufgehoben wurde – allerdings mit drei Gegenstimmen von Seiten der SPD, die für ordentlich Zunder in der Sitzung sorgten.

Der Abstimmung war bereits ein heftiger Schlagabtausch vorausgegangen, den ein Wortbeitrag von Gudrun Westhues (SPD) ausgelöst hatte: „Ich möchte die 15 000 Euro nicht komplett freigeben, sondern nur den Betrag, der für die Erneuerung des Brunnens an der Hauptstraße nötig ist“, sagte sie und verwies darauf, dass sie in früheren Sitzungen für ein Pflegekonzept geworben hatte. Das sei damals nicht zum Tragen gekommen. Außerdem wolle sie jeweils im Detail wissen, an welchen Stellen investiert würde.

Damit löste sie nicht nur bei Bernd Avermiddig (FWG) Kopfschütteln aus, der bemerkte: „Dazu müssten wir die Beschlussvorlage ändern und können weitere Projekte nicht mehr umsetzen.“ Erhard Richard zeigte sich verärgert über das SPD-Ansinnen, zumal ihm bereits bei den Ortsterminen an Dorfplatz und Brunnen aufgefallen sei, dass Gudrun Westhues eine „gewisse Unzufriedenheit“ mit sich herumtrage. „Vermutlich sind Sie durch die Witterung etwas beeinflusst“, sagte Richard. „Ich verstehe nicht, warum die SPD erneut positive Entwicklungen für unser Dorf blockieren will.“ Westhues sah das anders: „Bei dem Brunnen haben wir schon lange darüber gesprochen, dass etwas gemacht werden muss. Alles Weitere möchte ich gerne im Vorfeld geklärt haben.“


Ich verstehe nicht, warum die SPD erneut positive Entwicklungen für unser Dorf blockieren will.

Erhard Richard (CDU)


Als der Vorsitzende Hubertus Beier wenig später in seinem Rechenschaftsbericht von einem Baum in der „Botanischen Allee“ berichtete, der im Namen des Gremiums gepflanzt wurde, meldete sich Gudrun Westhues erneut zu Wort. Sie beklagte, zu spät von dem Termin erfahren zu haben. „Ich hätte gerne daran teilgenommen.“ Beier konterte, dass sich der Termin am Vorschlag der Firma Tripp ausgerichtet und ohnehin nicht öffentlich geplant war.

Franz-Josef Kröger (SPD) richtete in diesem Zusammenhang die Frage an Bernd Avermiddig, ob es in seinem Sinne wäre, dass auch sein Name auf dem Zusatzschild stehe, womöglich finanziert aus Steuergeldern. Der Gefragte erklärte, dass er damit kein Problem habe. Den unterschwelligen Vorwurf einer Steuergeldverschwendung wies der Vorsitzende zurück. Er habe das Schild privat bezahlt. „Ich hätte auch gerne etwas dafür gegeben“, hielt Gudrun Westhues dazu fest. 

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff    siehe hierzu auch: Kommentar "Verhalten dient nicht ...."

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